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Tag: In­zah­lung­nah­me

In­zah­lung­nah­me ei­nes re­pa­ra­tur­be­dürf­ti­gen Alt­fahr­zeugs bei be­reits er­teil­tem Re­pa­ra­tur­auf­trag

  1. Kommt es beim Kauf ei­nes neu­en Fahr­zeugs zur In­zah­lung­nah­me ei­nes re­pa­ra­tur­be­dürf­ti­gen Alt­fahr­zeugs des Käu­fers, er­folgt die In­zah­lung­nah­me des Alt­fahr­zeugs re­gel­mä­ßig in dem Zu­stand, in dem sich die­ses Fahr­zeug bei der In­zah­lung­nah­me be­fin­det.
  2. Hat­te der Käu­fer des Neu­fahr­zeugs des­sen Ver­käu­fer be­reits vor der In­zah­lung­nah­me des Alt­fahr­zeugs ei­nen die­ses be­tref­fen­den Re­pa­ra­tur­auf­trag er­teilt, so wird die­ser mit der In­zah­lung­nah­me im Re­gel­fall ge­gen­stands­los. Soll der Re­pa­ra­tur­auf­trag aus­nahms­wei­se fort­gel­ten, al­so der Käu­fer noch für die Kos­ten der Re­pa­ra­tur des be­reits in Zah­lung ge­ge­be­nen Alt­fahr­zeugs ein­ste­hen müs­sen, be­darf dies ei­ner aus­drück­li­chen Re­ge­lung zwi­schen den Par­tei­en, für die der Ver­käu­fer dar­le­gungs- und be­weis­be­las­tet ist.

OLG Ko­blenz, Ur­teil vom 28.03.2022 – 12 U 967/21

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Ge­wäh­rung ei­ner Um­welt­prä­mie für die Ver­schrot­tung ei­nes äl­te­ren (Die­sel-)Fahr­zeugs

  1. Für je­den durch­schnitt­li­chen Käu­fer ei­nes Neu­wa­gens ist oh­ne Wei­te­res er­kenn­bar, dass ei­ne Um­welt­prä­mie („Ver­schrot­tungs­prä­mie“), die er vom Her­stel­ler des Neu­fahr­zeugs für die Ver­schrot­tung ei­nes äl­te­ren (Die­sel-)Fahr­zeugs er­hält, nur den Sinn ha­ben kann, die Um­welt vor Schad­stoff­emis­sio­nen al­ter Fahr­zeu­ge zu schüt­zen, in­dem die­se aus dem Ver­kehr ge­zo­gen wer­den. Eben­so ist für den Käu­fer ei­nes Neu­wa­gens oh­ne Wei­te­res er­kenn­bar, dass die­ses Ziel nicht er­reicht wer­den kann, wenn er dem Fahr­zeug­her­stel­ler ein zwar noch roll­fä­hi­ges, aber völ­lig aus­ge­schlach­te­tes Alt­fahr­zeug über­lässt, das ins­be­son­de­re nicht mehr über ei­nen Mo­tor ver­fügt, so­dass in die­sem Fall die Vor­aus­set­zun­gen für die Ge­wäh­rung der Um­welt­prä­mie nicht er­füllt sind.
  2. Der Käu­fer ei­nes Neu­wa­gens, dem ei­ne Um­welt­prä­mie für die Ver­schrot­tung ei­nes äl­te­ren (Die­sel-)Fahr­zeugs ge­währt wird, hat das Recht, ei­nen Teil des Kauf­prei­ses für das Neu­fahr­zeug da­durch zu til­gen, dass er dem Ver­käu­fer be­zie­hungs­wei­se dem Her­stel­ler des Neu­wa­gens sein Alt­fahr­zug zum Zwe­cke der Ver­schrot­tung über­lässt (Er­set­zungs­be­fug­nis). Die Par­tei­en des Kauf­ver­trags ei­ni­gen sich mit­hin re­gel­mä­ßig nicht auf ei­ne Ge­gen­leis­tung des Käu­fers, die zum ei­nen Teil in der Zah­lung von Geld und zum an­de­ren Teil in der Über­las­sung des zu ver­schrot­ten­den Fahr­zeugs be­ste­hen soll. Viel­mehr bleibt im Re­gel­fall die vom Käu­fer ge­schul­de­te Ge­gen­leis­tung in vol­ler Hö­he ei­ne Geld­schuld.

OLG Nürn­berg, Ur­teil vom 29.07.2021 – 13 U 236/21
(vor­an­ge­hend: LG Re­gens­burg, Ur­teil vom 18.12.2020 – 33 O 1091/20)

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Still­schwei­gen­der Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss bei In­zah­lung­nah­me ei­nes Ge­braucht­wa­gens (R)

  1. Nimmt ein Kraft­fahr­zeug­händ­ler beim Ver­kauf ei­nes Fahr­zeugs ei­nen Ge­braucht­wa­gen des Käu­fers der­ge­stalt in Zah­lung, dass ein Teil des Kauf­prei­ses für das „neue“ Fahr­zeug durch Hin­ga­be des Ge­braucht­wa­gens ge­tilgt wer­den soll, so ist die Haf­tung des Käu­fers für Män­gel des in Zah­lung ge­ge­be­nen Fahr­zeugs (§§ 365, 434 ff. BGB) re­gel­mä­ßig still­schwei­gend aus­ge­schlos­sen. Da­bei macht es kei­nen Un­ter­schied, ob es sich bei dem „neu­en“ Fahr­zeug um ei­nen Neu­wa­gen oder um ei­nen Ge­braucht­wa­gen han­delt.
  2. Der still­schwei­gen­de Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss gilt al­ler­dings nicht für Män­gel, die dar­in be­ste­hen, dass das in Zah­lung ge­ge­be­nen Fahr­zeug nicht die ver­ein­bar­te Be­schaf­fen­heit hat (§ 434 I 1 BGB). Er er­streckt sich viel­mehr nur auf Män­gel i. S. von § 434 I 2 BGB.

OLG Bran­den­burg, Be­schluss vom 29.06.2020 – 3 U 105/19
(vor­an­ge­hend: OLG Bran­den­burg, Be­schluss vom 31.03.2020 – 3 U 105/19LG Frank­furt (Oder), Ur­teil vom 28.06.2019 – 12 O 75/18)

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Still­schwei­gen­der Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss bei In­zah­lung­nah­me ei­nes Ge­braucht­wa­gens (R)

  1. Nimmt ein Kraft­fahr­zeug­händ­ler beim Ver­kauf ei­nes Fahr­zeugs ei­nen Ge­braucht­wa­gen des Käu­fers der­ge­stalt in Zah­lung, dass ein Teil des Kauf­prei­ses für das „neue“ Fahr­zeug durch Hin­ga­be des Ge­braucht­wa­gens ge­tilgt wer­den soll, so ist die Haf­tung des Käu­fers für Män­gel des in Zah­lung ge­ge­be­nen Fahr­zeugs (§§ 365, 434 ff. BGB) re­gel­mä­ßig still­schwei­gend aus­ge­schlos­sen (vgl. BGH, Urt. v. 21.04.1982 – VI­II ZR 26/81, BGHZ 83, 334, 337 ff.; OLG Karls­ru­he, Urt. v. 04.12.2018 – 9 U 160/16, DAR 2019, 201, 202 f.). Da­bei macht es kei­nen Un­ter­schied, ob es sich bei dem „neu­en“ Fahr­zeug um ei­nen Neu­wa­gen oder um ei­nen Ge­braucht­wa­gen han­delt.
  2. Der still­schwei­gen­de Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss gilt al­ler­dings nicht für Män­gel, die dar­in be­ste­hen, dass das in Zah­lung ge­ge­be­nen Fahr­zeug nicht die ver­ein­bar­te Be­schaf­fen­heit hat (§ 434 I 1 BGB); er er­streckt sich viel­mehr nur auf Män­gel i. S. von § 434 I 2 BGB (im An­schluss an BGH, Urt. v. 19.12.2012 – VI­II ZR 117/12, NJW 2013, 1733 Rn. 15).

OLG Bran­den­burg, Be­schluss vom 31.03.2020 – 3 U 105/19
(vor­an­ge­hend: LG Frank­furt (Oder), Ur­teil vom 28.06.2019 – 12 O 75/18; nach­fol­gend: OLG Bran­den­burg, Be­schluss vom 29.06.2020 – 3 U 105/19)

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Still­schwei­gen­der Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss bei In­zah­lung­nah­me ei­nes Ge­braucht­wa­gens

  1. Nimmt ein Kraft­fahr­zeug­händ­ler beim Ver­kauf ei­nes Ge­braucht­wa­gens ein ge­brauch­tes Fahr­zeug des Käu­fers der­ge­stalt in Zah­lung, dass ein Teil des Kauf­prei­ses für das „neue“ Fahr­zeug durch Hin­ga­be des Ge­braucht­wa­gens ge­tilgt wer­den soll, so ist die Haf­tung des Käu­fers für Män­gel des in Zah­lung ge­ge­be­nen Fahr­zeugs (§§ 365, 434 ff. BGB) re­gel­mä­ßig still­schwei­gend aus­ge­schlos­sen, falls die Par­tei­en nichts Ab­wei­chen­des ver­ein­ba­ren (vgl. OLG Karls­ru­he, Urt. v. 04.12.2018 – 9 U 160/16, DAR 2019, 201, 202 f.).
  2. Auf den still­schwei­gend ver­ein­bar­ten Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss kann sich der Käu­fer al­ler­dings ins­be­son­de­re hin­sicht­lich ei­nes Man­gels, den er arg­lis­tig ver­schwie­gen hat, nicht be­ru­fen (§ 444 Fall 1 BGB).

LG Frank­furt (Oder), Ur­teil vom 28.06.2019 – 12 O 75/18
(nach­fol­gend: OLG Bran­den­burg, Be­schluss vom 31.03.2020 – 3 U 105/19Be­schluss vom 29.06.2020 – 3 U 105/19)

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Ir­re­füh­ren­de Wer­bung ei­nes Kfz-Händ­lers im In­ter­net – Ta­ges­zu­las­sung

Ein Kfz-Händ­ler han­delt wett­be­werbs­recht­lich un­lau­ter, wenn er im In­ter­net für ein zum Ver­kauf ste­hen­des Fahr­zeug ei­nen Preis an­gibt, der al­len­falls gilt, wenn das Fahr­zeug ei­ne Ta­ges­zu­las­sung er­hält und der Käu­fer sein Alt­fahr­zeug in Zah­lung gibt, und wenn die­se Ein­schrän­kun­gen für ei­nen Kauf­in­ter­es­sen­ten nicht auf den ers­ten Blick er­sicht­lich sind.

OLG Köln, Ur­teil vom 05.04.2019 – 6 U 179/18

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Still­schwei­gen­der Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss bei In­zah­lung­nah­me ei­nes Ge­braucht­wa­gens

  1. Wird der Ver­kauf ei­nes Neu­wa­gens mit der In­zah­lung­nah­me ei­nes Ge­braucht­wa­gens ver­knüpft, hat der Käu­fer in der Re­gel das Recht, ei­nen ver­trag­lich fest­ge­leg­ten Teil des Kauf­prei­ses – in Hö­he des Werts des in Zah­lung ge­ge­be­nen Alt­fahr­zeugs – zu til­gen, in­dem er die­ses Fahr­zeug dem Ver­käu­fer des Neu­wa­gens über­lässt (Er­set­zungs­be­fug­nis). In die­sem Fall haf­tet der Käu­fer für ei­nen Man­gel des Ge­braucht­wa­gens grund­sätz­lich in glei­cher Wei­se wie ein Ver­käu­fer (§ 365 BGB).
  2. Nimmt ein Händ­ler beim Ver­kauf ei­nes Neu­wa­gens ein Ge­braucht­fahr­zeug des Käu­fers mit der Ab­spra­che in Zah­lung, dass der Kauf­preis für den Ge­braucht­wa­gen mit dem Kauf­preis für den Neu­wa­gen ver­rech­net wird, ist die Haf­tung des Käu­fers für Män­gel des Ge­braucht­fahr­zeugs (§§ 365, 434 ff. BGB) re­gel­mä­ßig still­schwei­gend aus­ge­schlos­sen. Ins­be­son­de­re ist von ei­nem still­schwei­gen­den Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss aus­zu­ge­hen, wenn der Händ­ler die In­zah­lung­nah­me des Alt­fahr­zeugs zu ei­nem be­stimm­ten Preis zu­sagt, oh­ne das Fahr­zeug be­sich­tigt oder un­ter­sucht zu ha­ben.
  3. Ein still­schwei­gen­der Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss liegt zwar nicht vor, wenn die Par­tei­en zur Haf­tung des Käu­fers ei­ne ein­deu­ti­ge vom Nor­mal­fall ab­wei­chen­de Re­ge­lung tref­fen. Der Hin­weis des Ver­käu­fers, er be­hal­te sich ei­ne op­ti­sche und tech­ni­sche Prü­fung des Ge­braucht­fahr­zeugs vor, reicht da­für aber nicht aus.
  4. Wird der Zu­stand ei­nes fünf Jah­re al­ten Pkw mit ei­ner Lauf­leis­tung von 130.000 km als „nor­mal“ be­schrie­ben, so führt die­se Be­schrei­bung man­gels ei­nes ob­jek­ti­ven In­halts nicht zu ei­ner Be­schaf­fen­heits­ver­ein­ba­rung i. S. von § 434 I 1 BGB.

OLG Karls­ru­he, Ur­teil vom 04.12.2018 – 9 U 160/16

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„Recht zur zwei­ten An­die­nung“ bei In­zah­lung­ga­be ei­nes man­gel­haf­ten Pkw

  1. Weist ein von ei­nem Kfz-Händ­ler in Zah­lung ge­nom­me­ner Pkw ei­nen be­heb­ba­ren Man­gel (hier: ei­nen ver­trags­wid­rig nicht be­ho­be­nen Wild­scha­den) auf, muss der Händ­ler dem In­zah­lung­ge­ber grund­sätz­lich er­folg­los ei­ne an­ge­mes­se­ne Frist zur Nach­bes­se­rung set­zen, be­vor er mit Er­folg Se­kun­där­rech­te (Rück­tritt, Min­de­rung und Scha­dens­er­satz) gel­tend ma­chen kann.
  2. Ei­ne Frist­set­zung ist zwar aus­nahms­wei­se ent­behr­lich, wenn der In­zah­lung­ge­ber die Nach­bes­se­rung ernst­haft und end­gül­tig ver­wei­gert. Die­ser Aus­nah­me­fall ist aber nur ge­ge­ben, wenn der In­zah­lung­ge­ber die Nach­bes­se­rung be­reits ver­wei­gert hat, be­vor der Händ­ler selbst nach­bes­sert. Ei­ne bloß nach­träg­li­che Leis­tungs­ver­wei­ge­rung des In­zah­lung­ge­bers ge­nügt nicht, weil an­dern­falls des­sen „Recht zur zwei­ten An­die­nung“ zu­nich­te ge­macht wür­de. Wie der In­zah­lung­ge­ber sich nach der Män­gel­be­sei­ti­gung durch Händ­ler ver­hält, kann des­halb nur dann von Be­deu­tung sein, wenn die­ses Ver­hal­ten den si­che­ren Rück­schluss er­laubt, dass schon vor der Män­gel­be­sei­ti­gung die Nach­bes­se­rung ernst­haft und end­gül­tig ver­wei­gert war.

LG Bre­men, Be­schluss vom 10.02.2017 – 4 S 254/16
(vor­an­ge­hend: AG Bre­men, Ur­teil vom 20.07.2016 – 17 C 245/15)

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„Recht zur zwei­ten An­die­nung“ bei In­zah­lung­ga­be ei­nes man­gel­haf­ten Pkw

  1. Weist ein von ei­nem Kfz-Händ­ler in Zah­lung ge­nom­me­ner Pkw nicht die mit dem In­zah­lung­ge­ber ver­ein­bar­te Be­schaf­fen­heit auf, weil das Fahr­zeug nach ei­nem Wild­un­fall ab­re­de­wid­rig nicht (voll­stän­dig) in­stand ge­setzt wur­de, muss der Händ­ler dem In­zah­lung­ge­ber grund­sätz­lich er­folg­los ei­ne an­ge­mes­se­ne Frist zur Nach­bes­se­rung set­zen, be­vor er mit Er­folg Scha­dens­er­satz statt der Leis­tung (§§ 280 I, III, 281 BGB) in Hö­he der Re­pa­ra­tur­kos­ten ver­lan­gen kann.
  2. Ei­ne Frist­set­zung ist zwar ge­mäß § 281 II Fall 1 BGB aus­nahms­wei­se ent­behr­lich, wenn der In­zah­lung­ge­ber die Nach­bes­se­rung ernst­haft und end­gül­tig ver­wei­gert. An das Vor­lie­gen ei­ner sol­chen Er­fül­lungs­ver­wei­ge­rung sind je­doch stren­ge An­for­de­run­gen zu stel­len; der In­zah­lung­ge­ber muss ein­deu­tig und als „letz­tes Wort“ zum Aus­druck ge­bracht ha­ben, dass er nicht leis­ten und sich auch durch ei­ne (wei­te­re) Auf­for­de­rung zur Leis­tung nicht um­stim­men las­sen wird. Dar­an fehlt es, wenn der Kfz-Händ­ler nicht Nach­bes­se­rung, son­dern un­mit­tel­bar Scha­dens­er­satz statt der Leis­tung ver­langt und der In­zah­lung­ge­ber die­ses Ver­lan­gen zu­rück­weist.

AG Bre­men, Ur­teil vom 20.07.2016 – 17 C 245/15
(nach­fol­gend: LG Bre­men, Be­schluss vom 10.02.2017 – 4 S 254/16)

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Un­ter­su­chungs­ob­lie­gen­heit ei­nes Kfz-Händ­lers beim An­kauf ei­nes Ge­braucht­wa­gens

  1. Von ei­nem ge­werb­li­chen Kfz-Händ­ler kann nicht in je­dem Fall er­war­tet wer­den, dass er ein ge­brauch­tes Fahr­zeug beim An­kauf auf Un­fall­schä­den un­ter­sucht. Viel­mehr darf sich der Händ­ler re­gel­mä­ßig dar­auf be­schrän­ken, das Fahr­zeug ei­ner Sicht­prü­fung zu un­ter­zie­hen, wie sie im Kfz-Han­del beim An­kauf ei­nes Fahr­zeugs all­ge­mein üb­lich ist und die sich an den An­ga­ben des Ver­käu­fers zum Zu­stand des Fahr­zeugs zu ori­en­tie­ren hat. Ei­ne Ob­lie­gen­heit, das Fahr­zeug wei­ter­ge­hend zu un­ter­su­chen, trifft den Händ­ler nur aus­nahms­wei­se, näm­lich wenn die Sicht­prü­fung ei­nen Un­fall­scha­den na­he­legt oder sonst kon­kre­te An­halts­punk­te für ei­nen Un­fall­scha­den vor­lie­gen.
  2. Er­klärt ein pri­va­ter Ver­käu­fer ge­gen­über ei­nem ge­werb­li­chen Kfz-Händ­ler un­ein­ge­schränkt, das dem Händ­ler zum Kauf an­ge­bo­te­ne Fahr­zeug sei un­fall­frei, so kann die­se Er­klä­rung ein­schrän­kend da­hin aus­zu­le­gen sein, dass das Fahr­zeug wäh­rend sei­ner Be­sitz­zeit kei­nen Un­fall er­lit­ten ha­be.

OLG Saar­brü­cken, Ur­teil vom 06.07.2016 – 2 U 54/15

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