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Ar­chiv: 2021

Zu den Pflicht­an­ga­ben in ei­nem Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag – Kei­ne Ver­wir­kung des Wi­der­rufs­rechts

  1. Art. 10 II lit. a, c und e der Richt­li­nie 2008/48/EG des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes vom 23.04.2008 über Ver­brau­cher­kre­dit­ver­trä­ge und zur Auf­he­bung der Richt­li­nie 87/102/EWG des Ra­tes ist da­hin aus­zu­le­gen, dass im Kre­dit­ver­trag ge­ge­be­nen­falls in kla­rer, prä­gnan­ter Form an­ge­ge­ben wer­den muss, dass es sich um ei­nen „ver­bun­de­nen Kre­dit­ver­trag“ i. S. von Art. 3 lit. n die­ser Richt­li­nie han­delt und dass die­ser Ver­trag als be­fris­te­ter Ver­trag ge­schlos­sen wor­den ist.
  2. Art. 10 II der Richt­li­nie 2008/48 ist da­hin aus­zu­le­gen, dass er nicht ver­langt, dass in ei­nem „ver­bun­de­nen Kre­dit­ver­trag“ i. S. von Art. 3 lit. n die­ser Richt­li­nie, der aus­schließ­lich der Fi­nan­zie­rung ei­nes Ver­trags über die Lie­fe­rung ei­nes Ge­gen­stands dient und vor­sieht, dass der Kre­dit­be­trag an den Ver­käu­fer die­ses Ge­gen­stands aus­ge­zahlt wird, an­ge­ge­ben wird, dass der Ver­brau­cher in Hö­he des aus­ge­zahl­ten Be­trags von sei­ner Ver­bind­lich­keit zur Zah­lung des Kauf­prei­ses be­freit ist und dass der Ver­käu­fer ihm, so­fern der Kauf­preis voll­stän­dig be­gli­chen ist, den ge­kauf­ten Ge­gen­stand aus­zu­hän­di­gen hat.
  3. Art. 10 II lit. l der Richt­li­nie 2008/48 ist da­hin aus­zu­le­gen, dass in dem Kre­dit­ver­trag der zum Zeit­punkt des Ab­schlus­ses die­ses Ver­trags gel­ten­de Satz der Ver­zugs­zin­sen in Form ei­nes kon­kre­ten Pro­zent­sat­zes an­zu­ge­ben und der Me­cha­nis­mus der An­pas­sung des Ver­zugs­zins­sat­zes kon­kret zu be­schrei­ben ist. Ha­ben die Par­tei­en des be­tref­fen­den Kre­dit­ver­trags ver­ein­bart, dass der Ver­zugs­zins­satz nach Maß­ga­be des von der Zen­tral­bank ei­nes Mit­glied­staats fest­ge­leg­ten und in ei­nem für je­der­mann leicht zu­gäng­li­chen Amts­blatt be­kannt ge­ge­be­nen Än­de­rung des Ba­sis­zins­sat­zes ge­än­dert wird, reicht ein Ver­weis im Kre­dit­ver­trag auf die­sen Ba­sis­zins­satz aus, so­fern die Me­tho­de zur Be­rech­nung des Sat­zes der Ver­zugs­zin­sen nach Maß­ga­be des Ba­sis­zins­sat­zes in die­sem Ver­trag be­schrie­ben wird. In­so­weit sind zwei Vor­aus­set­zun­gen zu be­ach­ten. Ers­tens muss die Dar­stel­lung die­ser Be­rech­nungs­me­tho­de für ei­nen Durch­schnitts­ver­brau­cher, der nicht über Fach­kennt­nis­se im Fi­nanz­be­reich ver­fügt, leicht ver­ständ­lich sein und es ihm er­mög­li­chen, den Ver­zugs­zins­satz auf der Grund­la­ge der An­ga­ben im Kre­dit­ver­trag zu be­rech­nen. Zwei­tens muss auch die Häu­fig­keit der Än­de­rung die­ses Ba­sis­zins­sat­zes, die sich nach den na­tio­na­len Be­stim­mun­gen rich­tet, in dem frag­li­chen Kre­dit­ver­trag an­ge­ge­ben wer­den.
  4. Art. 10 II lit. r der Richt­li­nie 2008/48 ist da­hin aus­zu­le­gen, dass im Kre­dit­ver­trag die Me­tho­de für die Be­rech­nung der bei vor­zei­ti­ger Rück­zah­lung des Dar­le­hens fäl­li­gen Ent­schä­di­gung in ei­ner kon­kre­ten und für ei­nen Durch­schnitts­ver­brau­cher leicht nach­voll­zieh­ba­ren Wei­se an­zu­ge­ben ist, so­dass die­ser die Hö­he der Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung an­hand der in die­sem Ver­trag er­teil­ten In­for­ma­tio­nen be­stim­men kann.
  5. Art. 10 II der Richt­li­nie 2008/48 ist da­hin aus­zu­le­gen, dass er nicht ver­langt, dass im Kre­dit­ver­trag al­le Si­tua­tio­nen an­zu­ge­ben sind, in de­nen den Par­tei­en des Kre­dit­ver­trags ein Kün­di­gungs­recht nicht durch die­se Richt­li­nie, son­dern nur durch die na­tio­na­len Rechts­vor­schrif­ten zu­er­kannt wird.
  6. Art. 14 I der Richt­li­nie 2008/48 ist da­hin aus­zu­le­gen, dass er es dem Kre­dit­ge­ber ver­wehrt, sich ge­gen­über der Aus­übung des Wi­der­rufs­rechts ge­mäß die­ser Be­stim­mung durch den Ver­brau­cher auf den Ein­wand der Ver­wir­kung zu be­ru­fen, wenn ei­ne der in Art. 10 II die­ser Richt­li­nie vor­ge­se­he­nen zwin­gen­den An­ga­ben we­der im Kre­dit­ver­trag ent­hal­ten noch nach­träg­lich ord­nungs­ge­mäß mit­ge­teilt wor­den ist, un­ab­hän­gig da­von, ob der Ver­brau­cher von sei­nem Wi­der­rufs­recht Kennt­nis hat­te, oh­ne dass er die­se Un­kennt­nis zu ver­tre­ten hat.
  7. Die Richt­li­nie 2008/48 ist da­hin aus­zu­le­gen, dass der Kre­dit­ge­ber im Fall der Aus­übung des Wi­der­rufs­rechts ge­mäß Art. 14 I der Richt­li­nie 2008/48 durch den Ver­brau­cher kei­nen Rechts­miss­brauch an­neh­men darf, wenn ei­ne der in Art. 10 II die­ser Richt­li­nie vor­ge­se­he­nen zwin­gen­den An­ga­ben we­der im Kre­dit­ver­trag ent­hal­ten noch nach­träg­lich ord­nungs­ge­mäß mit­ge­teilt wor­den ist, un­ab­hän­gig da­von, ob der Ver­brau­cher von sei­nem Wi­der­rufs­recht Kennt­nis hat­te.
  8. Art. 10 II lit. t der Richt­li­nie 2008/48 ist da­hin aus­zu­le­gen, dass im Kre­dit­ver­trag die we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen über al­le dem Ver­brau­cher zur Ver­fü­gung ste­hen­den au­ßer­ge­richt­li­chen Be­schwer­de- oder Rechts­be­helfs­ver­fah­ren und ge­ge­be­nen­falls die mit die­sen Ver­fah­ren ver­bun­de­nen Kos­ten, dar­über, ob die Be­schwer­de oder der Rechts­be­helf per Post oder elek­tro­nisch ein­zu­rei­chen ist, über die phy­si­sche oder elek­tro­ni­sche Adres­se, an die die Be­schwer­de oder der Rechts­be­helf zu sen­den ist, und über die sons­ti­gen for­ma­len Vor­aus­set­zun­gen, de­nen die Be­schwer­de oder der Rechts­be­helf un­ter­liegt, an­zu­ge­ben sind. Was die­se In­for­ma­tio­nen be­trifft, reicht ein blo­ßer Ver­weis im Kre­dit­ver­trag auf ei­ne im In­ter­net ab­ruf­ba­re Ver­fah­rens­ord­nung oder auf ein an­de­res Schrift­stück oder Do­ku­ment, in dem die Mo­da­li­tä­ten der au­ßer­ge­richt­li­chen Be­schwer­de- und Rechts­be­helfs­ver­fah­ren fest­ge­legt sind, nicht aus.

EuGH (Sechs­te Kam­mer), Ur­teil vom 09.09.2021 – C-33/20, C-155/20 und C-187/20 (UK/Volks­wa­gen Bank GmbH u. a.)

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Ver­let­zung des An­spruchs auf recht­li­ches Ge­hör durch Nicht­be­rück­sich­ti­gung ei­nes er­heb­li­chen Be­weis­an­ge­bots

Ein Be­ru­fungs­ge­richt ver­letzt den An­spruch ei­nes Kraft­fahr­zeug­händ­lers auf recht­li­ches Ge­hör (Art. 103 I GG), wenn es zu Un­recht an­nimmt, der Händ­ler ha­be sein – un­ter Be­weis ge­stell­tes – erst­in­stanz­li­ches Vor­brin­gen, ei­ner sei­ner Mit­ar­bei­ter ha­be den Käu­fer ei­nes Ge­braucht­wa­gens vor Ab­schluss des Kauf­ver­trags aus­drück­lich auf ei­nen er­heb­li­chen Un­fall­scha­den des Fahr­zeugs hin­ge­wie­sen, in zwei­ter In­stanz „fal­len ge­las­sen“, und des­halb ge­hör­s­wid­rig den von dem Händ­ler dies­be­züg­lich an­ge­bo­te­nen Be­weis auf Ver­neh­mung sei­nes Mit­ar­bei­ters nicht er­hebt.

BGH, Be­schluss vom 08.09.2021 – VI­II ZR 258/20
(nach­fol­gend: OLG Naum­burg, Ur­teil vom 30.05.2022 – 2 U 195/19)

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Kei­ne uni­ons- oder na­tio­nal­recht­li­che Staats­haf­tung im Ab­gas­skan­dal

Der Käu­fer ei­nes mit ei­ner un­zu­läs­si­gen Ab­schalt­ein­rich­tung aus­ge­stat­te­ten Pkw hat ge­gen die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land we­der ei­nen An­spruch auf Scha­den­er­satz aus uni­ons­recht­li­cher Staats­haf­tung noch ei­nen Amts­haf­tungs­an­spruch aus § 839 BGB i. V. mit Art. 34 GG.

OLG Dres­den, Be­schluss vom 09.08.2021 – 1 U 2429/20

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Fa­brik­neu­heit ei­nes „EU-Neu­fahr­zeugs mit Ta­ges­zu­las­sung“ – Stand­zeit

Ein als „EU-Neu­fahr­zeug mit Ta­ges­zu­las­sung“ ver­kauf­tes Fahr­zeug muss fa­brik­neu sein. Dies ist re­gel­mä­ßig nur dann der Fall, wenn das Fahr­zeug un­be­nutzt ist und kei­ne durch län­ge­re Stand­zeit be­ding­ten Män­gel auf­weist, das Fahr­zeug­mo­dell un­ver­än­dert wei­ter ge­baut wird und zwi­schen der Her­stel­lung des Fahr­zeugs und dem Ab­schluss des Kauf­ver­trags nicht mehr als zwölf Mo­na­te lie­gen. Da­bei steht die Ta­ges­zu­las­sung der Fa­brik­neu­heit nicht ent­ge­gen, da die Ta­ges­zu­las­sung ein rein for­ma­ler Akt ist, der an der Be­schaf­fen­heit des Fahr­zeugs nichts än­dert. Ei­ne ge­ring­fü­gi­ge Über­schrei­tung (hier: zwei Ta­ge) der Stand­zeit von ma­xi­mal zwölf Mo­na­ten ist un­schäd­lich.

OLG Frank­furt a. M., Ur­teil vom 03.08.2021 – 5 U 84/20

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Ge­wäh­rung ei­ner Um­welt­prä­mie für die Ver­schrot­tung ei­nes äl­te­ren (Die­sel-)Fahr­zeugs

  1. Für je­den durch­schnitt­li­chen Käu­fer ei­nes Neu­wa­gens ist oh­ne Wei­te­res er­kenn­bar, dass ei­ne Um­welt­prä­mie („Ver­schrot­tungs­prä­mie“), die er vom Her­stel­ler des Neu­fahr­zeugs für die Ver­schrot­tung ei­nes äl­te­ren (Die­sel-)Fahr­zeugs er­hält, nur den Sinn ha­ben kann, die Um­welt vor Schad­stoff­emis­sio­nen al­ter Fahr­zeu­ge zu schüt­zen, in­dem die­se aus dem Ver­kehr ge­zo­gen wer­den. Eben­so ist für den Käu­fer ei­nes Neu­wa­gens oh­ne Wei­te­res er­kenn­bar, dass die­ses Ziel nicht er­reicht wer­den kann, wenn er dem Fahr­zeug­her­stel­ler ein zwar noch roll­fä­hi­ges, aber völ­lig aus­ge­schlach­te­tes Alt­fahr­zeug über­lässt, das ins­be­son­de­re nicht mehr über ei­nen Mo­tor ver­fügt, so­dass in die­sem Fall die Vor­aus­set­zun­gen für die Ge­wäh­rung der Um­welt­prä­mie nicht er­füllt sind.
  2. Der Käu­fer ei­nes Neu­wa­gens, dem ei­ne Um­welt­prä­mie für die Ver­schrot­tung ei­nes äl­te­ren (Die­sel-)Fahr­zeugs ge­währt wird, hat das Recht, ei­nen Teil des Kauf­prei­ses für das Neu­fahr­zeug da­durch zu til­gen, dass er dem Ver­käu­fer be­zie­hungs­wei­se dem Her­stel­ler des Neu­wa­gens sein Alt­fahr­zug zum Zwe­cke der Ver­schrot­tung über­lässt (Er­set­zungs­be­fug­nis). Die Par­tei­en des Kauf­ver­trags ei­ni­gen sich mit­hin re­gel­mä­ßig nicht auf ei­ne Ge­gen­leis­tung des Käu­fers, die zum ei­nen Teil in der Zah­lung von Geld und zum an­de­ren Teil in der Über­las­sung des zu ver­schrot­ten­den Fahr­zeugs be­ste­hen soll. Viel­mehr bleibt im Re­gel­fall die vom Käu­fer ge­schul­de­te Ge­gen­leis­tung in vol­ler Hö­he ei­ne Geld­schuld.

OLG Nürn­berg, Ur­teil vom 29.07.2021 – 13 U 236/21
(vor­an­ge­hend: LG Re­gens­burg, Ur­teil vom 18.12.2020 – 33 O 1091/20)

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Ver­jäh­rungs­hem­mung durch Mus­ter­fest­stel­lungs­kla­ge im VW-Ab­gas­skan­dal

  1. Die An­nah­me gro­ber Fahr­läs­sig­keit (§ 199 I Nr. 2 BGB) setzt im Zu­sam­men­hang mit dem so­ge­nann­ten Die­selskan­dal zu­min­dest in ei­nem ers­ten Schritt die Fest­stel­lung vor­aus, dass der ge­schä­dig­te Fahr­zeu­ger­wer­ber von dem so­ge­nann­ten Die­selskan­dal Kennt­nis er­langt hat.
  2. Die Hem­mung der Ver­jäh­rung ge­mäß § 204 I Nr. 1a BGB setzt le­dig­lich vor­aus, dass die Mus­ter­fest­stel­lungs­kla­ge selbst in­ner­halb der Ver­jäh­rungs­frist er­ho­ben wird. Da­ge­gen kann die An­spruchs­an­mel­dung zum Kla­ge­re­gis­ter – im zeit­li­chen Rah­men des § 608 I ZPO – auch spä­ter er­fol­gen.
  3. Die Be­ru­fung auf den Hem­mungs­tat­be­stand des § 204 I Nr. 1a BGB ver­stößt nicht al­lein des­halb ge­gen Treu und Glau­ben, weil der Gläu­bi­ger sei­nen An­spruch aus­schließ­lich zum Zweck der Ver­jäh­rungs­hem­mung zum Kla­ge­re­gis­ter der Mus­ter­fest­stel­lungs­kla­ge an­ge­mel­det hat.

BGH, Ur­teil vom 29.07.2021 – VI ZR 1118/20

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Pro­gno­se der Ge­samt­lauf­leis­tung ei­nes Fahr­zeugs für die Be­rech­nung der Nut­zungs­ent­schä­di­gung

Zum Um­fang der Haf­tung ei­nes Au­to­mo­bil­her­stel­lers nach §§ 826, 31 BGB ge­gen­über dem Käu­fer des Fahr­zeugs in ei­nem so­ge­nann­ten Die­sel­fall (hier: Er­satz­fä­hig­keit von Fi­nan­zie­rungs­kos­ten, Schät­zung der Ge­samt­lauf­leis­tung ei­nes Fahr­zeugs im Zu­sam­men­hang mit der Be­rech­nung der ge­zo­ge­nen Nut­zungs­vor­tei­le).

BGH, Ur­teil vom 27.07.2021 – VI ZR 480/19

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Er­satz von Fi­nan­zie­rungs­kos­ten im VW-Ab­gas­skan­dal

Zum Um­fang der Haf­tung ei­nes Au­to­mo­bil­her­stel­lers nach §§ 826, 31 BGB ge­gen­über dem Käu­fer des Fahr­zeugs in ei­nem so­ge­nann­ten Die­sel­fall (hier: Er­satz­fä­hig­keit von Fi­nan­zie­rungs­kos­ten).

BGH, Ur­teil vom 27.07.2021 – VI ZR 865/20

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De­lik­ti­sche Haf­tung der Volks­wa­gen AG für ei­nen vom Ab­gas­skan­dal be­trof­fe­nen Ge­braucht­wa­gen

Zur Haf­tung der Volks­wa­gen AG nach § 826 BGB ge­gen­über dem Käu­fer ei­nes vom VW-Ab­gas­skan­dal be­trof­fe­nen Ge­braucht­wa­gens (kein Weg­fall des Scha­dens durch Soft­ware­up­date).

BGH, Ur­teil vom 27.07.2021 – VI ZR 365/20

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Zur se­kun­dä­ren Dar­le­gungs­last der Volks­wa­gen AG im VW-Ab­gas­skan­dal – ŠKO­DA

  1. Zur se­kun­dä­ren Dar­le­gungs­last hin­sicht­lich der Fra­ge, wer die Ent­schei­dung über den Ein­satz ei­ner un­zu­läs­si­gen Ab­schalt­ein­rich­tung bei dem be­klag­ten Fahr­zeug­mo­to­ren­her­stel­ler ge­trof­fen und ob der Vor­stand hier­von Kennt­nis hat­te.
  2. Ein Scha­den i. S. des § 826 BGB kann auch in ei­ner auf dem sit­ten­wid­ri­gen Ver­hal­ten be­ru­hen­den Be­las­tung mit ei­ner un­ge­woll­ten Ver­pflich­tung lie­gen. Nach de­ren Er­fül­lung setzt sich der Scha­den in dem Ver­lust der auf­ge­wen­de­ten Geld­mit­tel fort.

BGH, Ur­teil vom 27.07.2021 – VI ZR 151/20

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