1. Ein ge­werb­li­cher Kraft­fahr­zeug­händ­ler muss ei­nen Ge­braucht­wa­gen vor dem Ver­kauf zu­min­dest ei­ner Sicht­prü­fung un­ter­zie­hen, um mög­li­che Spu­ren ei­nes Un­falls zu er­ken­nen (im An­schluss an BGH, Urt. v. 15.04.2015 – VI­II ZR 80/14, NJW 2015, 1669 Rn. 14). Zu ei­ner sol­chen Sicht­prü­fung ge­hört es, mit­hil­fe ei­ner He­be­büh­ne den Un­ter­bo­den des Fahr­zeugs in Au­gen­schein zu neh­men.
  2. Um dem Vor­wurf der Arg­list zu ent­ge­hen, muss ein ge­werb­li­cher Kraft­fahr­zeug­händ­ler den Käu­fer ei­nes Ge­braucht­wa­gens ge­ge­be­nen­falls ein­deu­tig dar­auf hin­wei­sen, dass ei­ne Sicht­prü­fung des Fahr­zeugs auf Un­fall­schä­den un­ter­blie­ben ist und des­halb das nicht ge­rin­ge Ri­si­ko be­steht, dass das Fahr­zeug ei­nen Un­fall­scha­den er­lit­ten hat (vgl. OLG Karls­ru­he, Beschl. v. 25.10.2010 – 4 U 71/09, NJW-RR 2011, 1070, 1072). Un­ter­lässt der Händ­ler ei­nen ent­spre­chen­den Hin­weis, nimmt er in der Re­gel zu­min­dest bil­li­gend in Kauf, dass der Käu­fer das Ri­si­ko ei­nes Un­fall­scha­dens falsch ein­schätzt.
  3. Ei­ne Sicht­prü­fung ist auch bei ei­nem Agen­tur­ge­schäft durch­zu­füh­ren, wenn al­so ein ge­werb­li­cher Kraft­fahr­zeug­händ­ler ei­nen Ge­braucht­wa­gen nicht im ei­ge­nen Na­men, son­dern im Na­men ei­nes (pri­va­ten) Drit­ten ver­äu­ßert. Un­ter­bleibt ei­ne Sicht­prü­fung bei ei­nem Agen­tur­ge­schäft, kommt ei­ne Ei­gen­haf­tung des den Kauf­ver­trag ver­mit­teln­den Kraft­fahr­zeug­händ­lers ge­mäß § 280 I BGB i. V. mit §§ 241 II, 311 III BGB in Be­tracht.
  4. Bei ei­nem Agen­tur­ge­schäft hat der (pri­va­te) Ver­käu­fer ei­nes Ge­braucht­wa­gens, der sich der pro­fes­sio­nel­len Hil­fe ei­nes Kraft­fahr­zeug­händ­lers be­dient, des­sen Ver­schul­den grund­sätz­lich in glei­chem Um­fang zu ver­tre­ten wie ei­ge­nes Ver­schul­den (§ 278 Satz 1 BGB). Kommt es auf die Kennt­nis oder das Ken­nen­müs­sen be­stimm­ter Um­stän­de (z. B. ei­nes Man­gels oder ei­nes Un­fall­scha­dens des Fahr­zeugs) an, ist grund­sätz­lich auf den den Kauf­ver­trag ver­mit­teln­den Händ­ler ab­zu­stel­len (§ 166 I BGB). Eben­so wirkt ein arg­lis­ti­ges Ver­hal­ten des Händ­lers ge­mäß § 166 I BGB ge­gen den (pri­va­ten) Ver­käu­fers. In­so­weit gel­ten die Grund­sät­ze, die die Recht­spre­chung für den Ver­kauf ei­nes Ge­braucht­wa­gens durch ei­nen ge­werb­li­chen Kraft­fahr­zeug­händ­ler auf­ge­stellt hat.

OLG Karls­ru­he, Be­schluss vom 20.05.2020 – 9 W 10/20

Sach­ver­halt: Der Klä­ger hat die drei Be­klag­ten vor dem Land­ge­richt als Ge­samt­schuld­ner auf Zah­lung von 22.788,55 € nebst Zin­sen und Er­satz vor­ge­richt­lich en­stan­de­ner Rechts­an­walts­kos­ten in An­spruch ge­nom­men. Ge­gen­stand des Ver­fah­rens wa­ren Scha­dens­er­satz- und Min­de­rungs­an­sprü­che nach dem Er­werb ei­nes man­gel­haf­ten Old­ti­mers. Die­ses Fahr­zeug hat­te der Klä­ger bei der Be­klag­ten zu 3, die ein Au­to­haus mit Werk­statt be­treibt, im We­ge ei­nes Agen­tur­ge­schäfts er­wor­ben. Der Old­ti­mer war sei­ner­zeit Ei­gen­tum der Be­klag­ten zu 1, für die die Be­klag­te zu 3 als Ver­mitt­lungs- und Ab­schluss­ver­tre­te­rin agier­te; per­sön­li­chen Kon­takt zu der Be­klag­ten zu 1 hat­te der Klä­ger nicht. Die Be­klag­te zu 2 ist ein Sach­ver­stän­di­gen­bü­ro, das im Auf­trag des Klä­gers vor Ab­schluss des Kauf­ver­tra­ges über den Old­ti­mer ei­ne Fahr­zeug­be­wer­tung durch­führt und das Fahr­zeug mit der Zu­stands­no­te „Zwei plus“ be­wer­tet hat. We­sent­li­che Män­gel, ins­be­son­de­re Un­fall­schä­den, wur­den bei der Fahr­zeug­be­wer­tung nicht fest­ge­stellt.

Im Ver­fah­ren vor dem Land­ge­richt wur­de nach ei­ner um­fang­rei­chen Be­weis­auf­nah­me fest­ge­stellt, dass das von dem Klä­ger er­wor­be­ne Fahr­zeug bei Ab­schluss des Kauf­ver­trags ei­nen un­zu­läng­lich re­pa­rier­ten Un­fall­scha­den auf­wies. Der ge­richt­lich be­auf­trag­te Sach­ver­stän­di­ge schätz­te die Auf­wen­dun­gen für ei­ne fach- und sach­ge­rech­te In­stand­set­zung auf 11.875,90 € und ei­ne ver­blei­ben­de Wert­min­de­rung auf 4.000 €. Er stell­te au­ßer­dem fest, dass je­der Fach­mann, der das Fahr­zeug im Rah­men ei­ner ein­fa­chen Sicht­prü­fung auf ei­ner He­be­büh­ne von un­ten an­schaue, den Un­fall­scha­den und die man­gel­haf­te Re­pa­ra­tur so­fort er­ken­nen kön­ne.

Am 10.12.2019 schlos­sen der Klä­ger und die Be­klag­te zu 2 vor dem Land­ge­richt ei­nen Teil­ver­gleich, in dem sich die Be­klag­te zu 2 zur Zah­lung von 18.138,38 € nebst vor­ge­richt­lich ent­stan­de­nen Rechts­an­walts­kos­ten und Zin­sen ab dem 15.01.2020 ver­pflich­te­te. Durch die­sen Teil­ver­gleich wur­den die streit­ge­gen­ständ­li­chen An­sprü­che im Ver­hält­nis zwi­schen dem Klä­ger und der Be­klag­ten zu 2 er­le­digt. Die Kos­ten­ent­schei­dung über­lie­ßen der Klä­ger und die Be­klag­te zu 2 dem Land­ge­richt, das ei­ne Ent­schei­dung nach den Grund­sät­zen ge­mäß § 91a ZPO tref­fen soll­te. Hin­sicht­lich der An­sprü­che des Klä­gers ge­gen die Be­klag­te zu 1 und die Be­klag­te zu 3 wur­de der Rechts­streit in der Haupt­sa­che über­ein­stim­mend für er­le­digt er­klärt.

Das Land­ge­richt hat am 05.02.2020 über die Kos­ten des Ver­fah­rens ge­mäß § 91a ZPO wie folgt ent­schie­den:

„Von den Ge­richts­kos­ten und den au­ßer­ge­richt­li­chen Kos­ten des Klä­gers trägt der Klä­ger 73 %, die Be­klag­te zu 2 27 %. Von den Kos­ten des Ver­gleichs zwi­schen dem Klä­ger und der Be­klag­ten zu 2 ge­mäß Be­schluss vom 10.12.2019 und den au­ßer­ge­richt­li­chen Kos­ten der Be­klag­ten zu 2 trägt die Be­klag­te zu 2 80 %, der Klä­ger 20 %. Ih­re üb­ri­gen au­ßer­ge­richt­li­chen Kos­ten trägt die Be­klag­te zu 2 selbst.

Die au­ßer­ge­richt­li­chen Kos­ten der Be­klag­ten zu 1 und der Be­klag­ten zu 3 trägt der Klä­ger.“

Bei die­ser Ent­schei­dung hat das Land­ge­richt be­rück­sich­tigt, wie das Ver­fah­ren vor­aus­sicht­lich ge­en­det hät­te, wenn es nicht durch den Ver­gleich bzw. die über­ein­stim­men­den Er­le­di­gungs­er­klä­run­gen be­en­det wor­den wä­re.

Die Kla­ge ge­gen die Be­klag­te zu 2 wä­re nach Auf­fas­sung des Land­ge­richts über­wie­gend er­folg­reich ge­we­sen, weil das Fahr­zeug zum Zeit­punkt der Be­gut­ach­tung durch den Ge­schäfts­füh­rer der Be­klag­ten zu 2 Män­gel auf­ge­wie­sen ha­be, die bei der zum Zwe­cke der Fahr­zeug­be­wer­tung durch­ge­führ­ten Un­ter­su­chung hät­ten auf­fal­len und in der Fahr­zeug­be­wer­tung Nie­der­schlag fin­den müs­sen.

Die au­ßer­ge­richt­li­chen Kos­ten der Be­klag­ten zu 1 und der Be­klag­ten zu 3 hat das Land­ge­richt dem Klä­ger auf­er­legt, weil nach sei­ner Auf­fas­sung die Kla­ge ge­gen die­se Be­tei­lig­ten kei­nen Er­folg ge­habt hät­te. Der for­mu­lar­mä­ßi­ge Kauf­ver­trag ent­hal­te ei­nen Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss, und der Klä­ger hät­te nicht mit Er­folg gel­tend ma­chen kön­nen, dass die­ser Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss we­gen Arg­list un­wirk­sam sei. Denn es sei nicht be­wie­sen, dass die Be­klag­te zu 1 oder der für die Be­klag­te zu 3 tä­ti­ge Ver­kaufs­mit­ar­bei­ter V Kennt­nis von dem Un­fall­scha­den hat­te. Ei­ne Haf­tung der Be­klag­ten zu 3 schei­de aus, weil sie nur Ver­tre­te­rin der Be­klag­ten zu 1 ge­we­sen sei und die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne Ei­gen­haf­tung der Be­klag­ten zu 3 nach den in der Recht­spre­chung hier­zu ent­wi­ckel­ten Grund­sät­zen nicht ge­ge­ben sei­en.

Ge­gen die­se Ent­schei­dung rich­te­te sich die so­for­ti­ge Be­schwer­de des Klä­gers, der sich da­ge­gen wand­te, dass er nach der Ent­schei­dung des Land­ge­richts die au­ßer­ge­richt­li­chen Kos­ten der Be­klag­ten zu 1 und der Be­klag­ten zu 3 tra­gen müs­se. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Land­ge­richts – so hat der Klä­ger gel­tend ge­macht – sei­en die gel­tend ge­mach­ten An­sprü­che ge­gen die Be­klag­te zu 1 und die Be­klag­te zu 3 be­grün­det ge­we­sen. Auf ei­nen Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss hät­te sich die Be­klag­te zu 1 we­gen Arg­list nicht be­ru­fen kön­nen. Die Be­klag­te zu 1 müs­se sich das arg­lis­ti­ge Han­deln der Be­klag­ten zu 3 und ih­res Mit­ar­bei­ters V zu­rech­nen las­sen, die den Old­ti­mer – was je­der Kraft­fahr­zeug­händ­ler wis­se – un­ter Ein­satz ei­ner He­be­büh­ne ei­ner ein­fa­chen Sicht­prü­fung hät­ten un­ter­zie­hen müs­sen. Den Vor­wurf der Arg­list be­grün­de, dass ei­ne Sicht­prü­fung vor dem Ver­kauf des Fahr­zeugs an ihn, den Klä­ger, nicht durch­ge­führt und ihm auch kein ent­spre­chen­der Hin­weis er­teilt wor­den sei. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Land­ge­richts sei­en auch die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne Ei­gen­haf­tung der Be­klag­ten zu 3 aus Rechts­grün­den ge­ge­ben.

Das Land­ge­richt hat der so­for­ti­gen Be­schwer­de nicht ab­ge­hol­fen. Es hat ge­meint, dass sich V nicht arg­lis­tig ver­hal­ten ha­be, und im Üb­ri­gen auf sei­ne Ent­schei­dung vom 05.02.2020 ver­wie­sen. Der 9. Zi­vil­se­nat des OLG Karls­ru­he hat der so­for­ti­gen Be­schwer­de dar­auf­hin statt­ge­ge­ben.

Aus den Grün­den: II. Die zu­läs­si­ge so­for­ti­ge Be­schwer­de des Klä­gers hat Er­folg. Die Kos­ten­ent­schei­dung des Land­ge­richts ist da­hin ge­hend ab­zu­än­dern, dass die Be­klag­ten zu 1 und zu 3 nach der über­ein­stim­men­den Er­le­di­gung des Ver­fah­rens ih­re au­ßer­ge­richt­li­chen Kos­ten selbst tra­gen.

1. Die Kos­ten­ent­schei­dung bei über­ein­stim­men­der Er­le­di­gung des Ver­fah­rens rich­tet sich ge­mäß § 91a I ZPO nach bil­li­gem Er­mes­sen des Ge­richts. Für die Er­mes­sens­ent­schei­dung kommt es auf die Er­folgs­aus­sich­ten der Par­tei­en an, die oh­ne Er­le­di­gung be­stan­den hät­ten. Die­se Prü­fung führt zu dem Er­geb­nis, dass die Be­klag­ten zu 1 und zu 3 ih­re au­ßer­ge­richt­li­chen Kos­ten selbst tra­gen müs­sen. Denn die Kla­ge wä­re oh­ne Er­le­di­gung des Ver­fah­rens ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Land­ge­richts auch ge­gen die Be­klag­ten zu 1 und zu 3 dem Grun­de nach er­folg­reich ge­we­sen.

a) Aus­ge­hend von den Sach­ver­halts­fest­stel­lun­gen des Land­ge­richts war die Be­klag­te zu 1 dem Klä­ger zur Min­de­rung und zum Scha­dens­er­satz ge­mäß § 437 Nr.2 Fall 2 und Nr. 3 Fall 1 BGB ver­pflich­tet. Der vom Klä­ger er­wor­be­ne Old­ti­mer wies bei Ver­trags­ab­schluss ei­nen Man­gel auf. Das Fahr­zeug hat­te in der Ver­gan­gen­heit ei­nen Un­fall­scha­den er­lit­ten, der nur un­zu­läng­lich re­pa­riert wor­den war. Der Un­fall­scha­den war dem Klä­ger bei Ab­schluss des Ver­trags nicht of­fen­bart wor­den.

Auf den im For­mu­lar­ver­trag ver­ein­bar­ten Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss kann sich die Be­klag­te zu 1 nicht be­ru­fen. Denn dem Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss steht der Ein­wand der Arg­list (§ 444 Fall 1 BGB) ent­ge­gen.

aa) Die Be­klag­te zu 3 war bei der Ver­äu­ße­rung des Fahr­zeugs im Ver­hält­nis zur Be­klag­ten zuz 1 Er­fül­lungs­ge­hil­fin, so­dass die Be­klag­te zu 1 das Ver­schul­den der Be­klag­ten zu 3 in glei­cher Wei­se wie ei­ge­nes Ver­schul­den zu ver­tre­ten hat (§ 278 Satz 1 BGB). Die Be­klag­te zu 3 hat bei der Ver­äu­ße­rung – mit Ein­ver­ständ­nis der Be­klag­ten zu 1 – ih­ren Mit­ar­bei­ter V ein­ge­setzt, so­dass die Be­klag­te zu 1 ge­mäß § 278 Satz 1 BGB auch für des­sen Ver­schul­den haf­tet (vgl. Pa­landt/Grü­ne­berg, BGB, 79. Aufl. [2020], § 278 Rn. 9).

Be­dient sich ei­ne Pri­vat­ver­käu­fe­rin wie die Be­klag­te zu 1 der pro­fes­sio­nel­len Hil­fe ei­nes Kraft­fahr­zeug­händ­lers, gel­ten für das Ver­schul­den der Ver­käu­fe­rin bzw. ih­res Er­fül­lungs­ge­hil­fen die Grund­sät­ze, die die Recht­spre­chung für pro­fes­sio­nel­le Kraft­fahr­zeug­händ­ler beim Ver­kauf von Ge­braucht­wa­gen auf­ge­stellt hat (vgl. OLG Frank­furt a. M., Urt. v. 21.07.1980 – 17 U 164/79, VersR 1981, 388, 389; Eg­gert, in: Rein­king/Eg­gert, Der Au­to­kauf, 14. Aufl. [2020], Rn. 2383). Das be­deu­tet: Bei der Be­ur­tei­lung des Ver­schul­dens und der Fra­ge der Arg­list kommt es nicht dar­auf an, dass die Be­klag­te zu 1 als Pri­vat­per­son ge­han­delt hat und dass bei ihr selbst kei­ne be­son­de­ren Fach­kennt­nis­se un­ter­stellt wer­den kön­nen, wenn es um die Fra­ge geht, wie man ei­nen Un­fall­scha­den fest­stel­len kann. Viel­mehr sind die üb­li­chen An­for­de­run­gen an ei­ne Kraft­fahr­zeug­händ­le­rin zu be­rück­sich­ti­gen, de­ren sich die Be­klag­te Zif­fer 1 be­dient hat. Im sub­jek­ti­ven Be­reich kommt es dar­auf an, wel­che Mög­lich­kei­ten die Be­klag­te zu 3 als Kraft­fahr­zeug­händ­le­rin hat­te, ei­nen Un­fall­scha­den fest­zu­stel­len, und von wel­chen Er­war­tun­gen des Käu­fers bei den Ver­trags­ver­hand­lun­gen ei­ne Kraft­fahr­zeug­händ­le­rin, al­so die Be­klag­te zu 3 bzw. de­ren Mit­ar­bei­ter, aus­ge­hen muss und in der Re­gel auch tat­säch­lich aus­ge­hen wird.

bb) Ei­ne Kraft­fahr­zeug­händ­le­rin wie die Be­klag­te zu 3 ist bei der Ver­äu­ße­rung ei­nes Ge­braucht­wa­gens grund­sätz­lich ver­pflich­tet, ei­ne Sicht­prü­fung durch­zu­füh­ren, um ins­be­son­de­re Hin­wei­se auf ei­nen mög­li­chen Un­fall­scha­den zu fin­den. Die­se An­for­de­rung ist in Recht­spre­chung und Li­te­ra­tur an­er­kannt (vgl. BGH, Urt. v. 15.04.2015 – VI­II ZR 80/14, NJW 2015, 1669 Rn. 14; Eg­gert, in: Rein­king/Eg­gert, a. a. O., Rn. 3663 ff.). Zu ei­ner sol­chen Sicht­prü­fung ge­hört, dass das Fahr­zeug auf ei­ne He­be­büh­ne ge­nom­men wird, um ei­nen Blick auf die Un­ter­sei­te des Fahr­zeugs zu wer­fen (vgl. Eg­gert, in: Rein­king/Eg­gert, a. a. O., Rn. 3664 un­ter Ver­weis auf BGH, Urt. v. 15.04.2015 – VI­II ZR 80/14, NJW 2015, 1669). Der Blick auf den Un­ter­bo­den ist we­sent­lich, weil dort nicht sel­ten – wie vor­lie­gend – mit blo­ßem Au­ge un­zu­läng­lich re­pa­rier­te Un­fall­schä­den fest­ge­stellt wer­den kön­nen. Für den pro­fes­sio­nel­len Kraft­fahr­zeug­han­del gilt, dass die­ser Blick auf den Un­ter­bo­den von ei­nem Fach­mann durch­ge­führt wer­den muss, der vor­lie­gend – wie der vom Land­ge­richt be­stell­te Sach­ver­stän­di­ge aus­ge­führt hat – die er­heb­li­chen Spu­ren der frü­he­ren un­zu­läng­li­chen Un­fall­re­pa­ra­tur auf ei­nen Blick er­kannt hät­te. Ob der Zeu­ge V als bei der Be­klag­ten zu 3 an­ge­stell­ter Ver­käu­fer ei­ne ge­nü­gen­de Fach­kun­de für ei­nen sol­chen Blick auf den Un­ter­bo­den be­saß, kann da­hin­ste­hen. Wenn er die­se Fach­kun­de – wie das Land­ge­richt un­ter­stellt hat – nicht be­ses­sen ha­ben soll­te, dann hät­te nach den Grund­sät­zen der Recht­spre­chung die Sicht­prü­fung durch ei­nen an­de­ren Fach­mann im Hau­se der Be­klag­ten zu 3 in der dor­ti­gen Werk­statt durch­ge­führt wer­den müs­sen. Dass ei­ne sol­che Sicht­prü­fung nicht statt­ge­fun­den hat, wuss­te der Zeu­ge V un­strei­tig. In­fol­ge­des­sen ob­lag es ihm im Hin­blick auf die An­for­de­run­gen an das Ver­hal­ten ei­nes Kraft­fahr­zeug­händ­lers, den Klä­ger vor Ab­schluss des Kauf­ver­trags dar­auf hin­zu­wei­sen, dass die ge­ne­rell bei Kraft­fahr­zeug­händ­lern üb­li­che Sicht­prü­fung nicht statt­ge­fun­den hat­te, mit den sich dar­aus er­ge­ben­den Kon­se­quen­zen für die Fest­stel­lung ei­nes mög­li­chen Un­fall­scha­dens. Die­ser Pflicht ist der Zeu­ge V nicht nach­ge­kom­men.

cc) Der Zeu­ge V hat die un­ter­blie­be­ne Sicht­prü­fung ge­gen­über dem Klä­ger arg­lis­tig ver­schwie­gen. Dies ist der Be­klag­ten zu 1 ge­mäß § 278 Satz 1 BGB zu­zu­rech­nen. Es ist da­von aus­zu­ge­hen, dass der Zeu­ge V als Ver­käu­fer im Au­to­haus der Be­klag­ten zu 3 die üb­li­chen An­for­de­run­gen an die Pflich­ten ei­nes Ge­braucht­wa­gen­ver­käu­fers (Sicht­prü­fung, ins­be­son­de­re we­gen mög­li­cher Un­fall­spu­ren) kann­te. We­der die Be­klag­te zu 1 noch die Be­klag­te zu 3 ha­ben ei­ne man­geln­de Er­fah­rung des Zeu­gen gel­tend ge­macht. Die Pra­xis ei­ner Sicht­kon­trol­le ent­spricht heu­te der Pra­xis je­des se­riö­sen Ge­braucht­wa­gen­händ­lers. Dem­entspre­chend geht je­der Kauf­in­ter­es­sent, der sich an ei­nen Händ­ler wen­det, da­von aus, dass der Kraft­fahr­zeug­händ­ler die Fra­ge ei­nes mög­li­chen Un­fall­scha­dens oder ei­nes Un­fall­ver­dachts vor dem Ver­kauf zu­min­dest in ge­wis­sem Um­fang ge­prüft hat. Die­se Er­war­tung des Kun­den kennt ein pro­fes­sio­nel­ler Ver­käu­fer. Ein Ver­käu­fer, der in Kennt­nis die­ser Er­war­tun­gen ei­ne ein­fa­che Sicht­prü­fung des Fahr­zeugs un­ter­lässt, han­delt da­her in der Re­gel arg­lis­tig, wenn ei­ne kor­rek­te Sicht­prü­fung – wie im vor­lie­gen­den Fall – kon­kre­te An­halts­punk­te für ei­nen nicht ord­nungs­ge­mäß re­pa­rier­ten Un­fall­scha­den er­ge­ben hät­te. Ein Kraft­fahr­zeug­händ­ler, der an ei­nem Fahr­zeug kei­ne Sicht­prü­fung auf Un­fall­schä­den vor­nimmt, muss, um dem Vor­wurf der Arg­list zu ent­ge­hen, ei­nen Kauf­in­ter­es­sen­ten ein­deu­tig dar­auf hin­wei­sen, dass ein nicht ge­rin­ges Ri­si­ko ei­nes Un­fall­scha­dens be­steht, weil üb­li­che und ein­fachs­te Un­ter­su­chun­gen zur Fra­ge ei­nes Un­fall­scha­dens nicht durch­ge­führt wur­den (vgl. OLG Karls­ru­he, Beschl. v. 25.10.2010 – 4 U 71/09, NJW-RR 2011, 1070, 1072; Eg­gert, in: Rein­king/Eg­gert, a. a. O., Rn. 3665, 4345). Wer das – wie der Zeu­ge V – nicht tut, nimmt in der Re­gel zu­min­dest bil­li­gend in Kauf, dass sich der Käu­fer fal­sche Vor­stel­lun­gen über das Ri­si­ko ei­nes Un­fall­scha­dens macht.

Im vor­lie­gen­den Fall kommt für die Wür­di­gung des Ver­hal­tens des Zeu­gen V hin­zu, dass für die zwin­gend er­for­der­li­che Sicht­prü­fung vor dem Ver­kauf wei­te­re kon­kre­te Um­stän­de spra­chen. Das Fahr­zeug war zum Zeit­punkt des Ver­kaufs fast 40 Jah­re alt. Der Ehe­mann der Be­klag­ten zu 1 hat­te dem Zeu­gen V zur His­to­rie des Fahr­zeugs ei­nen Ord­ner mit Rech­nun­gen über ins­ge­samt cir­ca 20.000 € über­ge­ben, und ist mit dem Zeu­gen den Ord­ner durch­ge­gan­gen, um ihm zu zei­gen, was al­les ge­macht wur­de. Dar­un­ter war un­ter an­de­rem ei­ne Rech­nung aus dem Jahr 2008 über ei­nen Be­trag von 6.842,50 €, die um­fang­rei­che Maß­nah­men am Un­ter­bo­den so­wie ein Er­set­zen von Spur­stan­gen und Quer­len­ker zum Ge­gen­stand hat­te. Nach dem Gut­ach­ten des Sach­ver­stän­di­gen S er­gab sich dar­aus für ei­nen Fach­mann ein be­son­de­rer An­lass, sich das Fahr­zeug, vor al­lem den Un­ter­bo­den, we­gen ei­nes mög­li­chen Un­fall­scha­dens ge­nau­er an­zu­schau­en.

Da sich aus den Fest­stel­lun­gen des Land­ge­richts ein arg­lis­ti­ges Ver­hal­ten des Zeu­gen V er­gibt, kann da­hin­ste­hen, ob auch den Ge­schäfts­füh­rer der Be­klag­ten zu 3, G, ein Vor­wurf der Arg­list trifft, wel­cher ge­mäß § 278 Satz 1 BGB der Be­klag­ten zu 1 zu­zu­rech­nen wä­re. Die An­ga­ben des Ge­schäfts­füh­rers im Ter­min beim Land­ge­richt vom 17.01.2019 sind mög­li­cher­wei­se da­hin ge­hend zu ver­ste­hen, dass ei­ne Sicht­prü­fung des Fahr­zeugs auf even­tu­el­le Un­fall­schä­den beim Ver­kauf im Kun­den­auf­trag – an­ders als beim Ver­kauf ei­ge­ner Fahr­zeu­ge – ge­ne­rell un­ter­bleibt. So­weit das Ver­hal­ten des Zeu­gen V (kei­ne Sicht­prü­fung, kei­ne Of­fen­ba­rung der Pflicht­ver­let­zung ge­gen­über dem Käu­fer) auf ei­ner ent­spre­chen­den ge­ne­rel­len Wei­sung des Ge­schäfts­füh­rers be­ru­hen soll­te, kann auch ei­ne Arg­list des Ge­schäfts­füh­rers in Be­tracht kom­men (vgl. OLG Karls­ru­he, Beschl. v. 25.10.2010 – 4 U 71/09, NJW-RR 2011, 1070, 1073). Da schon die Zu­rech­nung des Ver­hal­tens des Zeu­gen V ge­mäß § 278 Satz 1 BGB ei­ne Haf­tung der Be­klag­ten zu 1 be­grün­det, kommt es nicht dar­auf an, wie die Or­ga­ni­sa­ti­on des Ver­kaufs von Fahr­zeu­gen im Kun­den­auf­trag im Hau­se der Be­klag­ten zu 3 zu be­ur­tei­len ist.

b) Auch die Be­klag­te zu 3 war dem Klä­ger scha­dens­er­satz­pflich­tig.

aa) Die Ei­gen­haf­tung der Be­klag­ten zu 3 als Ver­mitt­lungs- und Ab­schluss­ver­tre­te­rin beim Ver­kauf des Fahr­zeugs der Be­klag­ten zu 1 be­ruht auf §§ 280 I, 311 III BGB. Die Be­klag­te zu 3 hat im Rah­men der Ver­kaufs­ver­hand­lun­gen mit dem Klä­ger Ver­trau­en in be­son­de­rem Ma­ße für sich in An­spruch ge­nom­men und da­durch die Ver­trags­ver­hand­lun­gen er­heb­lich be­ein­flusst (§ 311 III BGB). Es reicht aus, dass die Be­klag­te zu 3 die ge­sam­ten Ver­trags­ver­hand­lun­gen bis zum Ab­schluss des Kauf­ver­trags al­lein ge­führt hat, wäh­rend der Klä­ger zu der ei­gent­li­chen Ver­käu­fe­rin, der Be­klag­ten zu 1, zu kei­nem Zeit­punkt Kon­takt hat­te. Bei ei­nem der­ar­ti­gen Agen­tur­ge­schäft nimmt der Kraft­fahr­zeug­händ­ler in der Re­gel be­son­de­res Ver­trau­en für sich in An­spruch (vgl. BGH, Urt. v. 16.12.2009 – VI­II ZR 38/09, NJW 2010, 858 Rn. 24). Der Klä­ger war lang­jäh­ri­ger Kun­de der Be­klag­ten zu 3. Er ver­trau­te dar­auf, dass sich die Be­klag­te zu 3 bei der An­bah­nung und Ab­wick­lung des Ver­kaufs ent­spre­chend den üb­li­chen Stan­dards ei­nes se­riö­sen Kraft­fahr­zeug­händ­lers ver­hal­ten wür­de. Da­mit hat­te die Be­klag­te zu 3 ge­gen­über dem Klä­ger ei­ne be­son­de­re Ver­trau­ens­stel­lung. Für ei­ne Haf­tung der Be­klag­ten zu 3 reicht dies ge­mäß § 311 III BGB nach der Recht­spre­chung des BGH (vgl. BGH, Urt. v. 16.12.2009 – VI­II ZR 38/09, NJW 2010, 858 Rn. 24) aus. Auf die Fra­ge, ob die Be­klag­te zu 3 au­ßer­dem – et­wa im Hin­blick auf ei­ne Pro­vi­si­on – ein ei­ge­nes wirt­schaft­li­ches In­ter­es­se an dem Ge­schäft hat­te, kommt es nicht an.

bb) Die Be­klag­te zu 3 hat ih­re schuld­recht­li­chen Pflich­ten ge­gen­über dem Klä­ger ver­letzt, da sie das Fahr­zeug vor dem Ver­kauf nicht un­ter­sucht hat und den Klä­ger auch nicht auf das er­heb­li­che Ri­si­ko ei­nes Un­fall­scha­dens we­gen Un­ter­las­sung der ge­bo­te­nen Sicht­prü­fung hin­ge­wie­sen hat. Der Ver­stoß ge­gen Prüf- und Un­ter­su­chungs­pflich­ten ge­hört zu den Haupt­an­wen­dungs­fäl­len der Ei­gen­haf­tung ei­nes Kfz-Ver­mitt­lers (vgl. Eg­gert, in: Rein­king/Eg­gert, a. a. O., Rn. 2319).

c) Im Üb­ri­gen ist – ob­iter dic­tum – auf Fol­gen­des hin­zu­wei­sen: Im for­mu­lar­mä­ßi­gen Kauf­ver­trag (ADAC-For­mu­lar 2010) sind Scha­dens­er­satz­an­sprü­che des Käu­fers bei grob fahr­läs­si­ger Ver­let­zung von Pflich­ten der Ver­käu­fe­rin oder ih­res Er­fül­lungs­ge­hil­fen nicht aus­ge­schlos­sen wor­den. Wenn man – ent­ge­gen der Wür­di­gung des Se­nats – kei­ne Arg­list des Zeu­gen V an­neh­men wür­de, wür­de auch die­ser recht­li­che Ge­sichts­punkt ei­ne Haf­tung der Be­klag­ten zu 1 und der Be­klag­ten zu 3 recht­fer­ti­gen. Der Ge­sichts­punkt wur­de von den Par­tei­en und vom Land­ge­richt über­se­hen. Da sich die Be­klag­ten zu 1 und zu 3 auf ei­nen Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss (ein Ge­währ­leis­tungs­aus­schluss für die Haf­tung der Be­klag­ten zu 1 wür­de auch die Ei­gen­haf­tung der Be­klag­ten zu 3 be­gren­zen) we­gen Arg­list nicht be­ru­fen kön­nen (s. oben), kommt es auf ei­ne Haf­tung we­gen gro­ber Fahr­läs­sig­keit nicht an. Mit­hin war es vor der Ent­schei­dung des Se­nats nicht er­for­der­lich, auf die­sen bis­her von den Par­tei­en nicht ge­se­he­nen recht­li­chen Ge­sichts­punkt hin­zu­wei­sen.

2. Da die Kla­ge ge­gen die Be­klag­ten zu 1 und zu 3 vor­aus­sicht­lich Er­folg ge­habt hät­te, ist die erst­in­stanz­li­che Kos­ten­ent­schei­dung ent­spre­chend ab­zu­än­dern.

a) Der Klä­ger hat mit der so­for­ti­gen Be­schwer­de die Kos­ten­ent­schei­dung des Land­ge­richts nur in­so­weit an­ge­grif­fen, als er die au­ßer­ge­richt­li­chen Kos­ten der Be­klag­ten zu 1 und zu 3 tra­gen soll­te. Die Quo­te hin­sicht­lich der Ge­richts­kos­ten und der ei­ge­nen au­ßer­ge­richt­li­chen Kos­ten des Klä­gers, bei der nach der so­ge­nann­ten Baum­bach'schen For­mel vom Land­ge­richt auch die An­nah­me ei­nes vor­aus­sicht­li­chen Un­ter­lie­gens des Klä­gers ge­gen­über der Be­klag­ten zu 1 und zu 3 mit­be­rück­sich­tigt wur­de, ist in der so­for­ti­gen Be­schwer­de nicht an­ge­grif­fen. Da­her ist die­se Quo­te (73 % zu­las­ten des Klä­gers und 27 % zu­las­ten der Be­klag­ten zu 2) vom Se­nat nicht zu prü­fen.

b) Für die Kor­rek­tur der erst­in­stanz­li­chen Kos­ten­ent­schei­dung we­gen der au­ßer­ge­richt­li­chen Kos­ten der Be­klag­ten zu 1 und zu3 kommt es nicht dar­auf an, ob der Klä­ger im Ver­hält­nis zu die­sen bei­den Be­klag­ten in vol­ler Hö­he mit sei­ner For­de­rung durch­ge­drun­gen wä­re. Nach den erst­in­stanz­lich ge­trof­fe­nen Fest­stel­lun­gen (vgl. hier­zu ins­be­son­de­re die Be­grün­dung des Ver­gleichs­vor­schlags des Land­ge­richts im Ver­hält­nis zur Be­klag­ten zu 2 im Ter­min vom 18.11.2019) steht fest, dass der Klä­ger ge­gen­über den Be­klag­ten zu 1 und zu 2 je­den­falls weit über­wie­gend Er­folg ge­habt hät­te, wenn es nicht zur Er­le­di­gung ge­kom­men wä­re. Im Hin­blick auf den Um­stand, dass der Klä­ger – von ihm mit der so­for­ti­gen Be­schwer­de nicht an­ge­grif­fen – den über­wie­gen­den Teil sei­ner au­ßer­ge­richt­li­chen Kos­ten selbst zu tra­gen hat, er­scheint es bil­lig, dass die Be­klag­ten zu 1 und zu 3 je­den­falls ih­re ei­ge­nen au­ßer­ge­richt­li­chen Kos­ten voll­stän­dig selbst tra­gen müs­sen.

c) Im Üb­ri­gen hat der Se­nat in der For­mu­lie­rung des Te­nors ge­gen­über der For­mu­lie­rung des Land­ge­richts ei­ne ge­ring­fü­gi­ge sprach­li­che Klar­stel­lung vor­ge­nom­men. (Die Kos­ten­quo­te von 73 % : 27 % im Ver­hält­nis zwi­schen dem Klä­ger und der Be­klag­ten zu 2 soll nach der Ent­schei­dung des Land­ge­richts of­fen­sicht­lich nicht die Kos­ten des Ver­gleichs zwi­schen dem Klä­ger und dem Be­klag­ten zu 2 um­fas­sen.)

3. Die Ent­schei­dung über die Kos­ten des Be­schwer­de­ver­fah­rens be­ruht auf §§ 91 I, 100 I ZPO.

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