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Probleme beim Autokauf?

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Ar­chiv: 2009

Gum­mi-Brand­ge­ruch bei Neu­wa­gen der ge­ho­be­nen Mit­tel­klas­se

Ein Neu­fahr­zeug der ge­ho­be­nen Mit­tel­klas­se weist ei­nen Sach­man­gel (§ 434 I 2 Nr. 2 BGB) auf, wenn sich – oh­ne dass tat­säch­lich ei­ne Brand­ge­fahr be­steht – nach dem An­hal­ten des Fahr­zeugs in un­re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den ein star­ker Gum­mi-Brand­ge­ruch, teils ver­bun­den mit dem Ge­räusch ei­nes Knis­terns von lang­sam ab­küh­len­den Me­tall, ent­wi­ckelt.

LG Mün­chen I, Ur­teil vom 14.09.2009 – 15 O 10266/08

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Grob fahr­läs­si­ge Un­kennt­nis ei­nes Man­gels

Ein ge­werb­li­cher Kfz-Händ­ler, der ei­nen Pkw von ei­nem Pri­vat­mann kauft, mag nicht ge­ne­rell zur Un­ter­su­chung des Fahr­zeugs ver­pflich­tet sein. Wird ihm das Fahr­zeug je­doch nebst Kfz-Schein und Kfz-Brief zur Schät­zung des Kauf­prei­ses über­las­sen, ist der Händ­ler zu­min­dest ver­pflich­tet, die we­sent­li­chen An­ga­ben in den Kfz-Pa­pie­ren zu prü­fen und mit den tat­säch­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten ab­zu­glei­chen. Da­zu ge­hört auch die An­ga­be des Fahr­zeug­her­stel­lers. Ver­säumt der Händ­ler die­se Prü­fung, kann es zu sei­nen Las­ten ge­hen, wenn das Fahr­zeug man­gel­haft ist, weil es zwar wie ein Fahr­zeug ei­nes be­stimm­ten Her­stel­lers aus­sieht, tat­säch­lich aber aus ver­schie­de­nen Fahr­zeug­tei­len zu­sam­men­ge­baut ist.

OLG Frank­furt a. M., Ur­teil vom 18.08.2009 – 16 U 59/09

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Scha­dens­er­satz des Käu­fers – Frist zur „um­ge­hen­den“ Man­gel­be­sei­ti­gung

Für ei­ne Frist­set­zung ge­mäß § 281 I BGB ge­nügt es, wenn der Gläu­bi­ger durch das Ver­lan­gen nach so­for­ti­ger, un­ver­züg­li­cher oder um­ge­hen­der Leis­tung oder ver­gleich­ba­re For­mu­lie­run­gen deut­lich macht, dass dem Schuld­ner für die Er­fül­lung nur ein be­grenz­ter (be­stimm­ba­rer) Zeit­raum zur Ver­fü­gung steht; der An­ga­be ei­nes be­stimm­ten Zeit­raums oder ei­nes be­stimm­ten (End-)Ter­mins be­darf es nicht.

BGH, Ver­säum­nis­ur­teil vom 12.08.2009 – VI­II ZR 254/08

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Kei­ne Ver­ein­ba­rung der Ei­gen­schaft „ge­braucht“ beim Ver­brauchs­gü­ter­kauf

Ein Fahr­zeug, das dem Käu­fer mit ei­ner Lauf­leis­tung von 10 km über­ge­ben wird und et­wa ei­nen Mo­nat vor Über­ga­be erst­mals zu­ge­las­sen wur­de, ist auch dann kei­ne ge­brauch­te Sa­che i. S. des § 475 II BGB, wenn es im Kauf­ver­trag als „Ge­braucht­fahr­zeug“ be­zeich­net wird.

AG Gos­lar, Ur­teil vom 11.08.2009 – 8 C 399/08

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Ver­min­der­te Mo­tor­leis­tung mehr als zwei Jah­re nach dem Kauf

Wird erst zwei Jah­re nach dem Kauf ei­nes Fahr­zeugs fest­ge­stellt, dass der Mo­tor nicht die ver­ein­bar­te Leis­tung er­bringt, ist dies al­len­falls ein In­diz da­für, dass die Leis­tungs­schwä­che be­reits bei Über­ga­be des Fahr­zeugs an den Käu­fer vor­han­den war.

OLG Mün­chen, Ur­teil vom 06.08.2009 – 8 U 2223/09

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Warn- und In­struk­ti­ons­pflich­ten des Kfz-Ver­trags­händ­lers

Als un­mit­tel­ba­rer An­sprech­part­ner des Käu­fers ist ein Kfz-Ver­trags­händ­ler ver­pflich­tet, den Kun­den über ihm be­kannt ge­wor­de­ne Ge­fah­ren im Zu­sam­men­hang mit der Nut­zung des Fahr­zeugs zu in­for­mie­ren und vor ih­nen zu war­nen. Hat der Händ­ler sei­ne Warn- und In­struk­ti­ons­pflich­ten ver­letzt, kann dem Käu­fer – auch nach Ver­jäh­rung sei­ner Ge­währ­leis­tungs­an­sprü­che – ein Scha­dens­er­satz­an­spruch (§ 823 I BGB) ge­gen den Händ­ler zu­ste­hen.

OLG Düs­sel­dorf, Ur­teil vom 29.07.2009 – I-22 U 157/08

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Was­ser­ein­tritt in den In­nen­raum ei­nes Neu­wa­gens als er­heb­li­cher Man­gel

Ein Neu­wa­gen, in des­sen In­nen­raum bei Re­gen (hier: nach rund 50 Mi­nu­ten) Was­ser ge­langt, ist man­gel­haft. Die­ser Man­gel kann auch dann ei­nen Rück­tritt des Käu­fers vom Kauf­ver­trag recht­fer­ti­gen, wenn er sich mit ei­nem im Ver­hält­nis zum Kauf­preis ge­rin­gen Kos­ten­auf­wand be­sei­ti­gen lässt. Zu be­rück­sich­ti­gen ist näm­lich, das ein un­dich­tes Fahr­zeug nicht nur für (län­ge­re) Fahr­ten bei Re­gen kaum ge­eig­net ist, son­dern je nach Wit­te­rung auch nicht im Frei­en ab­ge­stellt wer­den kann, zu­mal ein Was­ser­ein­tritt in den In­nen­raum die Ge­fahr wei­ter­ge­hen­der Schä­den birgt. Ein Kauf­in­ter­es­sent wür­de des­halb vom Kauf ei­nes Neu­wa­gens, in den bei Re­gen Was­ser ein­tritt, Ab­stand neh­men.

KG, Be­schluss vom 20.07.2009 – 8 U 96/09
(vor­an­ge­hend: LG Ber­lin, Ur­teil vom 27.03.2009 – 8 O 172/08)

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An­ga­ben zu ei­nem Vor­scha­den „ins Blaue hin­ein“

  1. Der Ver­käu­fer ei­nes ge­brauch­ten Kraft­fahr­zeugs han­delt arg­lis­tig, wenn er zu ei­nem Vor­scha­den (Un­fall­scha­den) des Fahr­zeugs und den da­mit ver­bun­de­nen Re­pa­ra­tur­kos­ten An­ga­ben „ins Blaue hin­ein“ macht.
  2. Im Rah­men der Rück­ab­wick­lung des Kauf­ver­trags hat der arg­lis­tig han­deln­de Ver­käu­fer ge­gen den Käu­fer kei­nen An­spruch auf Er­satz ei­ner Wert­min­de­rung des Fahr­zeugs, so­fern den Käu­fer kein Ver­schul­den an der Wert­min­de­rung des Fahr­zeugs trifft.

LG Düs­sel­dorf, Ur­teil v. 20.07.2009 – 5 O 259/05

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Gut­gläu­bi­ger Er­werb ei­nes Ge­braucht­wa­gens nur bei Vor­la­ge des Kfz-Briefs

Ei­gen­tum an ei­nem ge­brauch­ten Kraft­fahr­zeug kann man nur un­ter der Vor­aus­set­zung gut­gläu­big vom Nicht­be­rech­tig­ten er­wer­ben, dass der Ver­äu­ße­rer den Kfz-Brief im Ori­gi­nal vor­le­gen kann. Die Vor­la­ge von Fo­to­ko­pi­en ge­nügt eben­so we­nig wie die Vor­la­ge ei­nes ent­wer­te­ten Kfz-Briefs.

LG Wies­ba­den, Ur­teil vom 17.07.2009 – 7 O 68/09

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Selbst­stän­di­ge Ga­ran­tie­ver­pflich­tung durch Wer­bung im In­ter­net – „Neu­wa­gen-Ga­ran­tie“

  1. Ei­ne selbst­stän­di­ge Ga­ran­tie­ver­pflich­tung i. S. des § 443 I BGB kann al­lei­ne durch die Dar­stel­lung ei­ner Ga­ran­tie in der Wer­bung für ein Pro­dukt (hier: für ei­nen Neu­wa­gen) be­grün­det wer­den. Des wirk­sa­men Ab­schlus­ses ei­nes Ga­ran­tie­ver­trags be­darf es in­so­weit – ähn­lich wie bei ei­ner Aus­lo­bung (§ 657 BGB) – nicht.
  2. Ei­ne Ga­ran­tie­ver­pflich­tung, die durch die Dar­stel­lung ei­ner Ga­ran­tie in der ein­schlä­gi­gen Wer­bung be­grün­det wur­de, ge­nießt Vor­rang vor ei­nem nach­fol­gend ge­schlos­se­nen Ga­ran­tie­ver­trag mit nicht aus­ge­han­del­ten Ga­ran­tie­be­din­gun­gen.

OLG Frank­furt a. M., Be­schluss vom 08.07.2009 – 4 U 85/08

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