Loading [MathJax]/jax/output/CommonHTML/config.js

Navigation

Probleme beim Autokauf?

Kategorien

Archiv

Header (Autohaus)

Ar­chiv: Mai 2008

Treu­wid­ri­ges Nach­lie­fe­rungs­ver­lan­gen vor Ab­lauf der Nach­bes­se­rungs­frist

  1. Das Recht des Käu­fers, we­gen ei­nes Sach­man­gels vom Kauf­ver­trag zu­rück­zu­tre­ten, setzt – wenn nicht ei­ner der ge­setz­lich ge­re­gel­ten Aus­nah­me­fäl­le ein­greift – vor­aus, dass der Käu­fer dem Ver­käu­fer zu­vor er­folg­los ei­ne an­ge­mes­se­ne Frist zur Nach­er­fül­lung be­stimmt hat.
  2. Hat der Käu­fer das ihm nach § 439 I BGB zu­ste­hen­de Wahl­recht da­hin aus­ge­übt, dass er Be­sei­ti­gung des Man­gels (Nach­bes­se­rung) ver­langt hat, ist es ihm nach Treu und Glau­ben ver­wehrt, den Ver­käu­fer oh­ne sach­lich ge­recht­fer­tig­ten Grund mit ei­ner ver­än­der­ten Wahl (Nach­lie­fe­rung) zu kon­fron­tie­ren.
  3. Der Käu­fer ist nicht zum Rück­tritt vom Kauf­ver­trag oh­ne vor­he­ri­ge Frist­set­zung we­gen Fehl­schla­gens der Nach­bes­se­rung be­rech­tigt, wenn er den Rück­tritt er­klärt, oh­ne den Er­folg ei­nes dem Ver­käu­fer zu­vor ein­ge­räum­ten Nach­bes­se­rungs­ver­suchs ab­zu­war­ten.

OLG Saar­brü­cken, Ur­teil von 29.05.2008 – 8 U 494/07

Mehr le­sen »

Kein ein­heit­li­cher Er­fül­lungs­ort nach Rück­tritt vom Kauf­ver­trag

Nach ei­nem Rück­tritt des Käu­fers vom Kauf­ver­trag sind die ge­gen­sei­ti­gen Rück­ge­währ­pflich­ten ent­ge­gen der herr­schen­den Mei­nung nicht ein­heit­lich dort zu er­fül­len, wo sich die Kauf­sa­che im Zeit­punkt des Rück­tritts ver­trags­ge­mäß be­fand. Viel­mehr ist der Er­fül­lungs­ort für je­de ein­zel­ne Pflicht des Rück­ge­währ­schuld­ver­hält­nis­ses ge­son­dert zu be­stim­men, was re­gel­mä­ßig da­zu führt, dass die Pflicht zur Rück­zah­lung des Kauf­prei­ses dort zu er­fül­len ist, wo der Ver­käu­fer sei­nen (Wohn-)Sitz hat.

AG Ber­gisch Glad­bach, Ur­teil vom 21.05.2008 – 62 C 267/07

Mehr le­sen »

Maß­stab für die tech­ni­sche Be­ur­tei­lung der Funk­ti­ons­taug­lich­keit ei­nes Fahr­zeugs

  1. Für die Fra­ge, ob ein Fahr­zeug ei­ne Be­schaf­fen­heit auf­weist, die bei Sa­chen der glei­chen Art üb­lich ist und die der Käu­fer nach der Art der Sa­che er­war­ten kann (§ 434 I 2 Nr. 2 BGB), ist auf den – ob­jek­tiv be­rech­tig­ten – Er­war­tungs­ho­ri­zont ei­nes Durch­schnitts­käu­fers ab­zu­stel­len. Ver­gleichs­maß­stab ist da­bei die üb­li­che Be­schaf­fen­heit bei Sa­chen glei­cher Art, al­so auch bei Sa­chen an­de­rer Her­stel­ler mit dem­sel­ben Qua­li­täts­stan­dard (z. B. Ma­te­ri­al, Fahr­zeug­klas­se).
  2. Den Maß­stab für die tech­ni­sche Be­ur­tei­lung der Funk­ti­ons­taug­lich­keit ei­nes Fahr­zeugs bil­det ein Ver­gleich mit an­de­ren typ­glei­chen Fahr­zeu­gen un­ter Be­rück­sich­ti­gung des je­wei­li­gen Stands der Tech­nik.

OLG Hamm, Ur­teil vom 15.05.2008 – 28 U 145/07

Mehr le­sen »

Feh­len­de Neu­wa­gen­ei­gen­schaft ei­nes Kraft­fahr­zeugs

  1. Der Be­griff „Neu­wa­gen“ in ei­nem Kfz-Kauf­ver­trag ist re­gel­mä­ßig so zu ver­ste­hen, dass es sich um ei­nen fa­brik­neu­en Wa­gen han­deln soll. Denn ein Käu­fer der ei­nen „Neu­wa­gen“ er­wirbt, geht selbst­ver­ständ­lich da­von aus, dass das zu lie­fern­de Fahr­zeug „fa­brik­neu“ ist. Der aus­drück­li­chen Ver­wen­dung des Be­griffs „fa­brik­neu“ im Kauf­ver­trag be­darf es nicht.
  2. Ein Fahr­zeug ist nicht mehr (fa­brik-)neu, wenn zwi­schen Her­stel­lung und Ab­schluss des Kauf­ver­trags mehr als zwölf Mo­na­te ver­gan­gen sind.

LG Köln, Ur­teil vom 15.05.2008 – 37 O 1054/07

Mehr le­sen »

Was­ser­ein­tritt auf­grund „mo­der­ner“ Ka­ros­se­rie­form als Man­gel ei­nes Neu­wa­gens

Der Käu­fer ei­nes hoch­wer­ti­gen Neu­wa­gens muss nicht da­mit rech­nen, dass auf­grund der heu­te mo­der­nen Ka­ros­se­rie­form Was­ser in den Fahr­gast­raum läuft. Auf die­ses Pro­blem muss der Ver­käu­fer ihn zu­min­dest hin­wei­sen.

LG Au­rich, Ur­teil vom 09.05.2008 – 1 S 60/08

Mehr le­sen »