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Probleme beim Autokauf?

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Ar­chiv: 2007

„Un­fall­frei­heit“ trotz meh­re­rer re­pa­rier­ter Blech- oder Ein­fach­schä­den

Der – im Kfz-Han­del ein­heit­lich ver­wen­de­te – Be­griff der Un­fall­frei­heit be­sagt, dass ein Fahr­zeug kei­nen Scha­den er­lit­ten hat, der als er­heb­lich an­zu­se­hen ist. Ob ein Scha­den er­heb­lich ist, be­stimmt sich nach der Ver­kehrs­auf­fas­sung, die nur ge­ring­fü­gi­ge, aus­ge­bes­ser­te Blech- oder Ein­fach­schä­den aus dem Be­griff der Un­fall­frei­heit aus­klam­mert. Des­halb ist ein ge­brauch­tes Fahr­zeug nicht schon dann als „Un­fall­fahr­zeug“ an­zu­se­hen, wenn es meh­re­re re­pa­rier­te Blech- oder Ein­fach­schä­den auf­weist.

OLG Karls­ru­he, Ur­teil vom 29.08.2007 – 7 U 111/07

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Feh­len­des „DE­KRA Sie­gel“ als Sach­man­gel ei­nes Ge­braucht­wa­gens

Ein Ge­braucht­wa­gen, der ent­ge­gen der Zu­sa­ge des Ver­käu­fers – gleich aus wel­chen Grün­den – kein „DE­KRA Sie­gel“ für Ge­braucht­fahr­zeu­ge er­hält, weist ei­nen Man­gel i. S. von § 434 I 1 BGB auf, der den Käu­fer grund­sätz­lich zu ei­ner Min­de­rung des Kauf­prei­ses be­rech­tigt.

AG Pots­dam, Ur­teil vom 10.08.2007 – 22 C 170/07

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In­zah­lung­nah­me ei­nes ge­brauch­ten Kfz und Rück­tritt vom Kauf­ver­trag

Kann ein Kfz-Händ­ler ein in Zah­lung ge­ge­be­nes Fahr­zeug im Fal­le ei­nes Rück­tritts nicht mehr zu­rück­ge­ben, weil er es schon wei­ter­ver­äu­ßert hat, so schul­det er Wert­er­satz (§ 346 II 1 Nr. 2 BGB). Für des­sen Hö­he kommt es auf den Be­trag an, den Ver­käu­fer und Käu­fer als Ge­gen­leis­tung für das in Zah­lung ge­ge­be­ne Alt­fahr­zeug tat­säch­lich ver­ein­bart ha­ben. Un­er­heb­lich ist da­ge­gen, mit wel­chem Be­trag der Alt­wa­gen (z. B. aus steu­er­li­chen Grün­den) in die Fi­nan­zie­rung des Kauf­prei­ses für den Neu­wa­gen ein­ge­flos­sen ist.

OLG Saar­brü­cken, Ur­teil vom 26.07.2007 – 8 U 255/06

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Be­schä­di­gung der Kauf­sa­che im Rah­men der Nach­bes­se­rung

Ei­ne Nach­bes­se­rung ist nicht fehl­ge­schla­gen, wenn es ge­lingt, ei­nen Man­gel zu be­he­ben, da­bei je­doch die Kauf­sa­che be­schä­digt wird.

OLG Saar­brü­cken, Ur­teil vom 25.07.2007 – 1 U 467/06-145

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Be­weis­last­um­kehr beim Ge­braucht­wa­gen­kauf – Zy­lin­der­kopf­dich­tung

Zeigt sich bei ei­nem ge­brauch­ten Kraft­fahr­zeug, das ein Ver­brau­cher von ei­nem Un­ter­neh­mer ge­kauft hat, in­ner­halb von sechs Mo­na­ten nach der Über­ga­be an den Käu­fer ein Man­gel und kön­nen die da­für als ur­säch­lich in Fra­ge kom­men­den Um­stän­de auf ei­nen Fahr- oder Be­die­nungs­feh­ler des Käu­fers zu­rück­zu­füh­ren, eben­so gut aber auch be­reits vor der Über­ga­be des Fahr­zeugs an den Käu­fer ein­ge­tre­ten sein, so be­grün­det § 476 BGB die Ver­mu­tung, dass der Man­gel be­reits bei Ge­fahr­über­gang vor­han­den war.

BGH, Ur­teil vom 18.07.2007 – VI­II ZR 259/06

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Reich­wei­te der Be­weis­last­um­kehr beim Ver­brauchs­gü­ter­kauf

  1. Zur Aus­le­gung der Ver­mu­tungs­re­ge­lung des § 476 BGB.
  2. Zur Be­weis­wür­di­gung hin­sicht­lich der Fra­ge, ob das Kupp­lungs­sys­tem ei­nes Fahr­zeugs schon bei Aus­lie­fe­rung an den Käu­fer man­gel­haft war.

OLG Frank­furt a. M., Ur­teil vom 18.07.2007 – 13 U 164/06

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Be­weis­last­um­kehr beim Ver­brauchs­gü­ter­kauf

  1. Die Ver­mu­tung des § 476 BGB ist nicht dann mit der Art des Man­gels un­ver­ein­bar, wenn der Man­gel – falls er schon bei Ge­fahr­über­gang vor­ge­le­gen hat – für den Ver­käu­fer eben­so wie für den Käu­fer nicht er­kenn­bar war. Sie setzt nicht vor­aus, dass der Ver­käu­fer in Be­zug auf den be­tref­fen­den Man­gel bes­se­re Er­kennt­nis­mög­lich­kei­ten hat als der Käu­fer.
  2. Der Käu­fer, der sich auf die ihm güns­ti­ge Be­weis­last­um­kehr ge­mäß § 476 BGB be­ruft, muss im Streit­fall dar­le­gen und be­wei­sen, dass die für die An­wen­dung die­ser Vor­schrift er­for­der­li­chen Vor­aus­set­zun­gen ei­nes Ver­brauchs­gü­ter­kaufs nach § 474 BGB er­füllt sind, er ins­be­son­de­re beim Ab­schluss des Kauf­ver­trags als Ver­brau­cher i. S. des § 13 BGB ge­han­delt hat.

BGH, Ur­teil vom 11.07.2007 – VI­II ZR 110/06

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Be­schaf­fen­heits­ga­ran­tie bei An­ga­be des Ki­lo­me­ter­stands in ei­nem Kfz-Kauf­ver­trag

  1. An­ga­ben ei­nes Kfz-Händ­lers zur Lauf­leis­tung ei­nes Ge­braucht­wa­gens kön­nen als Be­schaf­fen­heits­ga­ran­tie zu wer­ten sein. Will der Händ­ler dies ver­mei­den, ist er ge­hal­ten, ei­ne ent­spre­chen­de Ein­schrän­kung sei­nes Wil­lens zum Aus­druck zu brin­gen.
  2. Nennt ein Kfz-Händ­ler in ei­nem Kauf­ver­trag über ei­nen Ge­braucht­wa­gen des­sen Ki­lo­me­ter­stand oh­ne ir­gend­wel­che Zu­sät­ze oder Ein­schrän­kun­gen, darf der Käu­fer man­gels ge­gen­tei­li­ger Hin­wei­se da­von aus­ge­hen, dass die­se An­ga­be sich auf die Ge­samt­fahr­leis­tung be­zieht. Die Er­klä­rung des Händ­lers er­streckt sich aber nicht nur auf die zu­rück­ge­leg­te Fahr­stre­cke, son­dern zu­ge­sagt wird auch ein be­stimm­ter Er­hal­tungs­zu­stand des Fahr­zeugs und ins­be­son­de­re des Mo­tors. Der Händ­ler er­klärt näm­lich mit der ein­schrän­kungs­lo­sen An­ga­be des Ki­lo­me­ter­stands zu­gleich, dass der Ver­schleiß­grad des Fahr­zeugs der mit­ge­teil­ten Ge­samt­fahr­leis­tung ent­spre­che, der Mo­tor al­so nicht we­sent­lich stär­ker ver­schlis­sen sei, als es die an­ge­ge­be­ne Lauf­leis­tung er­war­ten las­se.

OLG Ros­tock, Ur­teil vom 11.07.2007 – 6 U 2/07

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Kein Man­gel ei­nes „Eu­ro 3“-Fahr­zeugs bei steu­er­li­cher Ein­stu­fung als „Eu­ro 2“

Ein Neu­wa­gen, der un­strei­tig der Schad­stoff­klas­se „Eu­ro 3“ an­ge­hört, ist nicht schon des­halb man­gel­haft, weil er steu­er­lich als „Eu­ro 2-Fahr­zeug“ ein­ge­stuft wird.

OLG Hamm, Ur­teil vom 28.06.2007 – 2 U 28/07
(vor­her­ge­hend: LG Müns­ter, Ur­teil vom 06.12.2006 – 8 O 320/06)

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Stan­dard ei­nes Ge­län­de­wa­gens – Stand der Tech­nik als Be­ur­tei­lungs­maß­stab

  1. Bei der Fra­ge, ob ei­ne Kauf­sa­che die nach § 434 I 2 Nr. 2 BGB ge­schul­de­te üb­li­che Be­schaf­fen­heit auf­weist, ist auf das red­li­che und ver­nünf­ti­ge Ver­hal­ten ei­nes Durch­schnitts­käu­fers ab­zu­stel­len. Die­ser Be­ur­tei­lungs­maß­stab schließt über­zo­ge­ne Qua­li­täts­an­for­de­run­gen eben­so aus wie ein un­ter dem Durch­schnitt lie­gen­des Qua­li­täts­ni­veau.
  2. Zur Be­ant­wor­tung der Fra­ge, ob ein Kraft­fahr­zeug man­gel­frei ist, ist maß­geb­lich auf den all­ge­mei­nen „Stand der Tech­nik“, al­so auf den Ent­wick­lungs­stand al­ler in die­ser Fahr­zeug­klas­se ver­gleich­ba­ren Kraft­fahr­zeu­ge ab­zu­stel­len. Denn ei­ne Be­schrän­kung auf den Stan­dard des Her­stel­lers („Stand der Se­rie“) wür­de da­zu füh­ren, dass für Kon­struk­ti­ons- oder Fer­ti­gungs­feh­ler ei­ner gan­zen Se­rie kei­ne Ge­währ­leis­tung er­fol­gen müss­te.

OLG Karls­ru­he, Ur­teil vom. 28.06.2007 – 9 U 239/06

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