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Tag: Die­sel­par­ti­kel­fil­ter

Über­mä­ßig ver­stopf­ter Ruß­par­ti­kel­fil­ter als Sach­man­gel ei­nes Ge­braucht­wa­gens

Der Käu­fer ei­nes sechs Jah­re al­ten Ge­braucht­wa­gens, der ei­ne Lauf­leis­tung von 181.000 km auf­weist, muss zwar ei­nen al­ters­üb­li­chen Ver­schleiß des Fahr­zeugs hin­neh­men. Da­zu mag bei ei­nem Die­sel­fahr­zeug auch zäh­len, dass der Die­sel­par­ti­kel­fil­ter mit Ruß zu­ge­setzt ist. Kein blo­ßer Ver­schleiß, son­dern ein Man­gel im Rechts­sin­ne liegt je­doch vor, wenn der Ruß­par­ti­kel­fil­ter zu­ge­setzt ist, weil sich in­fol­ge ei­nes tech­ni­schen De­fekts im Lau­fe der Zeit mehr Ruß als üb­lich dort an­ge­sam­melt hat.

OLG Hamm, Ur­teil vom 11.05.2017 – 28 U 89/16

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Er­werb ei­nes Fahr­zeugs mit Ruß­par­ti­kel­fil­ter – Auf­klä­rungs­pflicht

  1. Ein mit ei­nem Ruß­par­ti­kel­fil­ter aus­ge­stat­te­tes Die­sel­fahr­zeug ist nicht des­halb i. S. des § 434 I 2 Nr. 2 BGB man­gel­haft, weil es für ei­nen rei­nen Kurz­stre­cken­be­trieb nicht ge­eig­net ist, da die zur Rei­ni­gung des Fil­ters er­for­der­li­che Ab­gas­tem­pe­ra­tur im rei­nen Kurz­stre­cken­be­trieb re­gel­mä­ßig nicht er­reicht wird und des­halb von Zeit zu Zeit Über­land­fahr­ten un­ter­nom­men wer­den müs­sen (im An­schluss an BGH, Urt. v. 04.03.2009 – VI­II ZR 160/08).
  2. Ein Kfz-Händ­ler muss den (po­ten­zi­el­len) Käu­fer ei­nes Fahr­zeugs mit Ruß­par­ti­kel­fil­ter bei den Ver­trags­ver­hand­lun­gen zwar dann nicht dar­über auf­klä­ren, dass und in wel­cher Wei­se zur Rei­ni­gung des Fil­ters von Zeit zur Zeit Re­ge­ne­ra­ti­ons­fahr­ten über­nom­men wer­den müs­sen, wenn sich die­se In­for­ma­tio­nen mit hin­rei­chen­der Deut­lich­keit aus der Be­die­nungs­an­lei­tung des Fahr­zeugs er­ge­ben. Ent­hält die Be­die­nungs­an­lei­tung je­doch kei­ne ent­spre­chen­den Hin­wei­se, be­steht ei­ne da­hin ge­hen­de Hin­weis- und Be­ra­tungs­pflicht.

LG Düs­sel­dorf, Ur­teil vom 09.05.2016 – 23 O 195/15

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Bruch der Kur­bel­wel­le bei ei­nem Ja­gu­ar S-Ty­pe 2.7 D V6 aus un­ge­klär­ter Ur­sa­che

  1. Ein Ge­braucht­wa­gen, des­sen Kur­bel­wel­le be­reits bei der Über­ga­be des Fahr­zeugs an den Käu­fer ei­nen Haar­riss auf­weist und des­halb nicht mehr un­ein­ge­schränkt be­last­bar ist, ist man­gel­haft.
  2. Ein mit ei­nem Die­sel­par­ti­kel­fil­ter aus­ge­stat­te­tes Fahr­zeug ist nicht des­halb man­gel­haft, weil es sich für ei­nen rei­nen Kurz­stre­cken­be­trieb nur ein­ge­schränkt eig­net (im An­schluss an BGH, Urt. v. 04.03.2009 – VI­II ZR 160/08). Eben­so stellt der Um­stand, dass Kraft­stoff ins Mo­tor­öl ge­langt und des­sen Vis­ko­si­tät ver­min­dert, wenn – ins­be­son­de­re im Kurz­stre­cken­be­trieb – die Re­ge­ne­ra­ti­on des Par­ti­kel­fil­ters ab­ge­bro­chen wer­den muss, weil die da­für er­for­der­li­chen Vor­aus­set­zun­gen nicht (mehr) vor­lie­gen, kei­nen Man­gel dar.

KG, Ur­teil vom 21.03.2016 – 20 U 116/14
(vor­her­ge­hend: LG Ber­lin, Ur­teil vom 09.05.2014 – 22 O 8/14)

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Er­werb ei­nes Neu­wa­gens mit Die­sel­par­ti­kel­fil­ter – Auf­klä­rungs­pflicht

  1. Ein Neu­wa­gen mit ei­nem Die­sel­par­ti­kel­fil­ter ist nicht man­gel­haft, ob­wohl er sich für ei­nen rei­nen Kurz­stre­cken­be­trieb nur be­dingt eig­net, weil zur Rei­ni­gung des Fil­ters von Zeit zu Zeit Re­ge­ne­ra­ti­ons­fahr­ten er­for­der­lich sind (im An­schluss an BGH, Urt. v. 04.03.2009 – VI­II ZR 160/08).
  2. Ein Neu­wa­gen­ver­käu­fer muss den (po­ten­zi­el­len) Käu­fer ei­nes Fahr­zeugs mit Die­sel­par­ti­kel­fil­ter bei den Ver­trags­ver­hand­lun­gen je­den­falls dann nicht ei­gens dar­auf hin­wei­sen, dass und in wel­cher Wei­se Re­ge­ne­ra­ti­ons­fahr­ten durch­ge­führt wer­den müs­sen, wenn sich die­se In­for­ma­tio­nen aus der Be­triebs­an­lei­tung er­ge­ben. Dar­an än­dert nichts, dass die An­lei­tung dem Käu­fer re­gel­mä­ßig erst mit dem Fahr­zeug selbst über­ge­ben wird; denn der Käu­fer darf nicht er­war­ten, dass der Ver­käu­fer ihm In­for­ma­tio­nen, die sich in der Be­die­nungs­an­lei­tung fin­den, schon bei den Ver­trags­ver­hand­lun­gen er­teilt. Eben­so hat der Ver­käu­fer wäh­rend der Ver­trags­ver­hand­lun­gen grund­sätz­lich nicht die Pflicht, auf mög­li­che Un­klar­hei­ten in der An­lei­tung auf­merk­sam zu ma­chen.

OLG Hamm, Ur­teil vom 14.11.2013 – 28 U 33/13

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Be­son­der­hei­ten ei­nes Pkw mit Die­sel­par­ti­kel­fil­ter – Auf­klä­rungs­pflicht

  1. Der Käu­fer ei­nes mo­der­nen Pkw mit Die­sel­par­ti­kel­fil­ter kann er­war­ten, dass sich das Fahr­zeug für den Ein­satz im Stra­ßen­ver­kehr – und zwar auch für ei­nen aus­schließ­li­chen oder über­wie­gen­den Ein­satz im Kurz­stre­cken­ver­kehr – eig­net. Die­se Eig­nung fehlt nicht schon dann, wenn bei ei­nem Ein­satz im Kurz­stre­cken­ver­kehr Re­ge­ne­ra­ti­ons­fahr­ten er­for­der­lich wer­den oder in­fol­ge von au­to­ma­ti­schen Re­ge­ne­ra­tio­nen des Die­sel­par­ti­kel­fil­ters und der da­mit ein­her­ge­hen­den Mo­toröl­ver­dün­nung ein häu­fi­ge­rer Mo­toröl­wech­sel er­for­der­lich wird. Ein Sach­man­gel liegt aber vor, wenn in­fol­ge der ein­ge­tre­te­nen Mo­toröl­ver­dün­nung ein Mo­tor­scha­den ein­tritt, oh­ne dass der Fah­rer ei­ne Mög­lich­keit hat­te, dies zu ver­hin­dern.
  2. Der Ver­käu­fer ei­nes Pkw mit Die­sel­par­ti­kel­fil­ter muss grund­sätz­lich da­mit rech­nen, dass ein Pkw auch aus­schließ­lich oder über­wie­gend im Kurz­stre­cken­ver­kehr ge­nutzt wird. Er muss des­halb im Ver­kaufs­ge­spräch in der Re­gel auf die Be­son­der­hei­ten bei ei­nem Ein­satz des Pkw im Kurz­stre­cken­ver­kehr hin­wei­sen. Ei­ne Hin­weis­pflicht könn­te al­len­falls zu ver­nei­nen sein, wenn sich für den Ver­käu­fer An­halts­punk­te da­für er­ge­ben, dass ei­ne Nut­zung des Fahr­zeugs im Kurz­stre­cken­ver­kehr nicht statt­fin­den wird.
  3. Kommt es bei ei­nem mo­der­nen, hoch­prei­si­gen Pkw (hier: ei­nem Ja­gu­ar XJ 2.7D), der we­ni­ger als 10.000 km ge­lau­fen ist, zu ei­nem Mo­tor­scha­den und sind kei­ne Be­die­nungs­feh­ler er­sicht­lich, so spricht al­les da­für, dass die Ur­sa­che für den Mo­tor­scha­den be­reits bei Über­ga­be des Fahr­zeugs an den Käu­fer an­ge­legt war.

LG Bie­le­feld, Ur­teil vom 13.04.2011 – 3 O 193/09

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Man­gel­haf­tig­keit ei­nes nur für Kurz­stre­cken ver­wend­ba­ren Fahr­zeugs mit Die­sel­par­ti­kel­fil­ter

  1. An­sprü­che we­gen der Ver­let­zung vor­ver­trag­lich­ter Auf­klä­rungs­pflich­ten sind we­gen des Vor­rangs der kauf­recht­li­chen Ge­währ­leis­tungs­re­geln (§§ 434 ff. BGB) nach Ge­fahr­über­gang grund­sätz­lich aus­ge­schlos­sen. Das gilt al­ler­dings aus­nahms­wei­se dann nicht, wenn der Ver­käu­fer den Käu­fer über die Be­schaf­fen­heit der Sa­che arg­lis­tig ge­täuscht hat (im An­schluss an BGH, Urt. v. 27.03.2009 – V ZR 30/08, BGHZ 180, 205 ff.).
  2. Auch wenn die von den Fahr­zeug­her­stel­lern der­zeit ver­wen­de­ten Ruß­par­ti­kel­fil­ter re­gel­mä­ßi­ge Re­ge­ne­ra­ti­ons­fahr­ten er­for­dern und ei­ne Re­ge­ne­ra­ti­on im rei­nen Kurz­stre­cken­be­trieb nicht mög­lich ist, stellt es doch ei­nen Man­gel dar, wenn das Fahr­zeug gar nicht im Kurz­stre­cken­be­trieb ge­nutzt wer­den kann, weil die Warn­leuch­te, die das Er­for­der­nis ei­ner Re­ge­ne­ra­ti­ons­fahrt an­zei­gen soll, nicht funk­tio­niert.

OLG Stutt­gart, Ur­teil vom 07.07.2010 – 3 U 82/09

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Kei­ne Auf­klä­rungs­pflicht über Vor- und Nach­tei­le ei­nes Ruß­par­ti­kel­fil­ters

Ei­ne Auf­klä­rungs­pflicht des Ver­käu­fers ei­nes Die­sel­fahr­zeugs über Vor- und Nach­tei­le ei­nes Ruß­par­ti­kel­fil­ters be­steht je­den­falls dann nicht, wenn der Käu­fer ei­ne Jah­res­fahr­leis­tung von 31.000 km an­gibt und er­klärt, dass er das Fahr­zeug für sei­ne ge­werb­li­che bzw. selbst­stän­di­ge be­ruf­li­che Tä­tig­keit be­nö­ti­ge. Der Ver­käu­fer muss un­ter die­sen Um­stän­den nicht da­mit rech­nen, dass das Fahr­zeug spä­ter über­wie­gend im Kurz­stre­cken­be­trieb be­nutzt wird.

OLG Hamm, Ur­teil vom 09.06.2009 – 28 U 57/08

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Kein Man­gel bei kurz­stre­cken­un­taug­li­chem Die­sel­par­ti­kel­fil­ter

Es stellt kei­nen Man­gel dar, dass ein mit ei­nem Die­sel­par­ti­kel­fil­ter aus­ge­rüs­te­ter Pkw nicht für den rei­nen Kurz­stre­cken­ver­kehr und auch nicht für den haupt­säch­li­chen Ein­satz im Stadt­ver­kehr ge­eig­net ist.

OLG Hamm, Ur­teil vom 19.03.2009 – 2 U 194/08

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Kurz­stre­cken­un­taug­li­cher Die­sel­par­ti­kel­fil­ter ist kein Man­gel

  1. Für die Be­ur­tei­lung, ob ein Kraft­fahr­zeug mit Die­sel­par­ti­kel­fil­ter des­we­gen i. S. des § 434 I 2 Nr. 2 BGB man­gel­haft ist, weil der Par­ti­kel­fil­ter von Zeit zu Zeit der Rei­ni­gung (Re­ge­ne­rie­rung) be­darf und da­zu ei­ne Ab­gas­tem­pe­ra­tur be­nö­tigt wird, die im rei­nen Kurz­stre­cken­be­trieb re­gel­mä­ßig nicht er­reicht wird, kann nicht auf die Eig­nung zur ge­wöhn­li­chen Ver­wen­dung, die üb­li­che Be­schaf­fen­heit oder die aus der Sicht des Käu­fers zu er­war­ten­de Be­schaf­fen­heit von Kraft­fahr­zeu­gen oh­ne Die­sel­par­ti­kel­fil­ter ab­ge­stellt wer­den.
  2. Der Um­stand, dass ein Kraft­fahr­zeug mit Die­sel­par­ti­kel­fil­ter für ei­ne Ver­wen­dung im rei­nen Kurz­stre­cken­be­trieb nur ein­ge­schränkt ge­eig­net ist, weil die zur Rei­ni­gung des Par­ti­kel­fil­ters er­for­der­li­che Ab­gas­tem­pe­ra­tur im rei­nen Kurz­stre­cken­be­trieb re­gel­mä­ßig nicht er­reicht wird, so­dass zur Fil­ter­rei­ni­gung von Zeit zu Zeit Über­land­fahr­ten un­ter­nom­men wer­den müs­sen, stellt kei­nen Sach­man­gel i. S. des § 434 I 2 Nr. 2 BGB dar, wenn dies nach dem Stand der Tech­nik nicht zu ver­mei­den ist und aus dem­sel­ben Grund auch die Kurz­stre­cken­eig­nung der Fahr­zeu­ge an­de­rer Her­stel­ler, die mit ei­nem Die­sel­par­ti­kel­fil­ter aus­ge­rüs­tet sind, in glei­cher Wei­se be­ein­träch­tigt ist.
  3. Ei­ne Sa­che, die dem Stand der Tech­nik ver­gleich­ba­rer Sa­chen ent­spricht, ist nicht des­we­gen i. S. des § 434 I 2 Nr. 2 BGB man­gel­haft, weil der Stand der Tech­nik hin­ter der Käu­fe­rer­war­tung zu­rück­bleibt.

BGH, Ur­teil vom 04.03.2009 – VI­II ZR 160/08
(vor­her­ge­hend: OLG Stutt­gart, Ur­teil vom 04.06.2008 – 3 U 236/07)

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Kurz­stre­cken­un­taug­lich­keit ei­nes Neu­fahr­zeugs durch Die­sel­par­ti­kel­fil­ter

Ein Die­sel­fahr­zeug ist man­gel­haft, wenn es sich we­gen ei­nes Par­ti­kel­fil­ters nicht für ei­nen über­wie­gen­den Kurz­stre­cken­be­trieb eig­net.

OLG Stutt­gart, Ur­teil vom 04.06.2008 – 3 U 236/07
(nach­fol­gend: BGH, Ur­teil vom 04.03.2009 – VI­II ZR 160/08)

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