Loading [MathJax]/extensions/tex2jax.js

Navigation

Probleme beim Autokauf?

Kategorien

Archiv

Header (Autohaus)

Ka­te­go­rie: Kfz-Re­pa­ra­tur/-War­tung

Haf­tung ei­ner Kfz-Werk­statt für Män­gel ei­nes Er­satz­fahr­zeugs

  1. Wird dem Auf­trag­ge­ber ei­nes Kfz-Re­pa­ra­tur­auf­trags – gleich ob ent­gelt­lich oder un­ent­gelt­lich, et­wa im Rah­men der Er­fül­lung ei­ner Ge­währ­leis­tungs­pflicht – für die Dau­er der Re­pa­ra­tur ein Er­satz­fahr­zeug ge­stellt, liegt kein recht­lich un­ver­bind­li­ches Ge­fäl­lig­keits­ver­hält­nis vor. Viel­mehr gibt der­je­ni­ge, der das Er­satz­fahr­zeug stellt, durch des­sen Über­las­sung zu er­ken­nen, dass er für schuld­haf­te Pflicht­ver­let­zun­gen im Zu­sam­men­hang mit der Stel­lung des Er­satz­wa­gens haf­tet.
  2. Ei­ne Pflicht­ver­let­zung im Zu­sam­men­hang mit der Stel­lung des Er­satz­fahr­zeugs liegt vor, wenn das Fahr­zeug ei­nen scha­den­stif­ten­den De­fekt auf­weist. Denn un­ter an­de­rem zählt zu den Schutz­pflich­ten bei der Stel­lung ei­nes Er­satz­fahr­zeugs durch ei­ne Werk­statt, dass die­ses Fahr­zeug sich in ei­nem ver­kehrs­si­che­ren Zu­stand be­fin­det und bei ei­nem nor­ma­len be­stim­mungs­ge­mä­ßen Ge­brauch we­der der Werk­statt­kun­de noch sons­ti­ge Drit­te, für die der Kun­de ge­ge­be­nen­falls ein­zu­ste­hen hat, zu Scha­den kom­men. Dies be­deu­tet, dass al­le Bau­tei­le des Fahr­zeugs un­ab­hän­gig von des­sen Al­ter sich in ei­nem be­stim­mungs­ge­mä­ßen Zu­stand be­fin­den müs­sen, der ei­nen ge­wöhn­li­chen Ge­brauch er­laubt. Soll­te dies aus­nahms­wei­se nicht der Fall sein, muss zu­min­dest auf den De­fekt oder die Ge­brauch­s­ein­schrän­kung hin­ge­wie­sen wer­den.

AG Kas­sel, Ur­teil vom 13.03.2012 – 435 C 4225/11

Mehr le­sen »

Her­aus­ga­be­an­spruch des Pkw-Ei­gen­tü­mers ge­gen den In­ha­ber ei­ner Kfz-Werk­statt

  1. Ein Pkw-Ei­gen­tü­mer kann vom In­ha­ber ei­ner Kfz-Werk­statt, in der sein Fahr­zeug re­pa­riert wer­den soll, ge­mäß § 985 BGB die Her­aus­ga­be des Fahr­zeugs ver­lan­gen. Hat nicht der Ei­gen­tü­mer, son­dern ein Drit­ter den Re­pa­ra­tur­auf­trag in ei­ge­nem Na­men er­teilt, steht dem In­ha­ber der Kfz-Werk­statt ge­gen­über dem Ei­gen­tü­mer kein Un­ter­neh­mer­pfand­recht zu.
  2. Ei­nen An­spruch auf Zah­lung des Werklohns hat der Un­ter­neh­mer al­lein ge­gen sei­nen Auf­trag­ge­ber. Die­sen An­spruch kann er dem Her­aus­ga­be­an­spruch des – vom Auf­trag­ge­ber ver­schie­de­nen – Kfz-Ei­gen­tü­mers nicht im We­ge ei­nes Zu­rück­be­hal­tungs­rechts ent­ge­gen­set­zen.

OLG Karls­ru­he, Ur­teil vom 16.02.2012 – 9 U 168/11

Mehr le­sen »

Hin­weis­pflicht ei­ner Kfz-Werk­statt nach Rei­fen­wech­sel

  1. Ein Un­ter­neh­mer, der ei­nen Rei­fen­wech­sel durch­führt, muss sei­nen Kun­den in der Re­gel dar­auf hin­wei­sen, dass die Rad­schrau­ben nach 50–100 km nach­ge­zo­gen wer­den müs­sen. Dies stellt kein „Je­der­mann-Wis­sen“ dar. Viel­mehr er­war­tet der durch­schnitt­li­che Kun­de, dass ord­nungs­ge­mäß und nach den Her­stel­ler­an­ga­ben be­fes­tig­te Rä­der sich nicht lö­sen kön­nen.
  2. Der Un­ter­neh­mer ge­nügt sei­ner Hin­weis­pflicht nur, wenn er den Hin­weis münd­lich er­teilt oder dem Kun­den ei­nen schrift­li­chen Hin­weis so zu­gäng­lich macht, dass un­ter nor­ma­len Ver­hält­nis­sen mit ei­ner Kennt­nis­nah­me zu rech­nen ist.

LG Hei­del­berg, Ur­teil vom 27.07.2011 – 1 S 9/10

Mehr le­sen »

Pflicht ei­ner Kfz-Werk­statt zum Hin­weis auf un­mit­tel­bar an­ste­hen­den Zahn­rie­men­wech­sel

  1. Zu den Pflich­ten ei­ner Kfz-Werk­statt im Rah­men ei­ner In­spek­ti­on ge­hört es, auf sol­che Maß­nah­men (hier: Aus­tausch des Zahn­rie­mens) hin­zu­wei­sen, de­ren Not­wen­dig­keit un­mit­tel­bar be­vor­steht. Un­mit­tel­bar be­vor ste­hen Ar­bei­ten, die in ei­nem Zeit­raum von we­ni­ger als drei Mo­na­ten oder in­ner­halb ei­ner Lauf­leis­tung von wei­te­ren 5.000 km an­fal­len. Ver­säumt die Werk­statt die­sen Hin­weis, ist sie zum Er­satz des dar­aus re­sul­tie­ren­den Scha­dens (hier: ka­pi­ta­ler Mo­tor­scha­den) ver­pflich­tet.
  2. Es be­steht kein Be­weis des ers­ten An­scheins da­für, dass das Un­ter­las­sen ei­nes ge­bo­te­nen Zahn­rie­men­wech­sels bei ei­ner In­spek­ti­on die Ur­sa­che für ei­nen ei­ni­ge Mo­na­te spä­ter ein­ge­tre­te­nen Mo­tor­scha­den ist.

OLG Schles­wig, Ur­teil vom 17.12.2010 – 4 U 171/09

Mehr le­sen »

Ent­behr­lich­keit des Nach­er­fül­lungs­ver­lan­gens bei gra­vie­ren­dem Feh­ler ei­ner Kfz-Werk­statt

Un­ter­lau­fen ei­nem Kfz-Fach­be­trieb bei der Re­pa­ra­tur be­son­ders gra­vie­ren­de, ele­men­ta­re Aus­füh­rungs- und Be­ra­tungs­feh­ler, kann das ei­ne Frist­set­zung zur Nach­er­fül­lung ent­behr­lich ma­chen.

OLG Ko­blenz, Be­schluss vom 03.05.2010 – 5 U 290/10

Mehr le­sen »

Hin­weis­pflicht ei­ner Kfz-Werk­statt bei Ein­bau ei­ner Au­to­gas­an­la­ge

Ei­ne Kfz-Werk­statt macht sich scha­dens­er­satz­pflich­tig, wenn sie den Kun­den beim Ein­bau ei­ner Au­to­gas­an­la­ge nicht dar­auf hin­weist, dass der Mo­tor sei­nes Fahr­zeugs spä­tes­tens nach je­weils 15.000 ge­fah­re­nen Ki­lo­me­tern ge­war­tet wer­den muss, weil an­sons­ten die Ven­ti­le ver­bren­nen kön­nen.

LG Sten­dal, Ur­teil vom 20.01.2009 – 23 O 437/07

Mehr le­sen »

Be­ding­ter Auf­trag zur kos­ten­pflich­ti­gen Kfz-Re­pa­ra­tur

Wur­de der Auf­trag zu ei­ner kos­ten­pflich­ti­gen Kfz-Re­pa­ra­tur un­ter der Be­din­gung er­teilt, dass we­der Ge­währ­leis­tungs­an­sprü­che be­ste­hen noch ei­ne Ga­ran­tie des Fahr­zeug­her­stel­lers greift, trägt der Werk­statt­be­trei­ber im Streit um den Werklohn die Be­weis­last da­für, dass der Kun­de we­der Ge­währ­leis­tungs­rech­te noch Ga­ran­tie­an­sprü­che hat.

AG Ham­burg-Al­to­na, Ur­teil vom 28.10.2008 – 316 C 312/07

Mehr le­sen »

Kei­ne Pflicht­ver­let­zung bei Re­pa­ra­tur ei­nes Na­vi­ga­ti­ons­ge­räts nach Her­stel­ler­vor­ga­ben

Führt ei­ne Werk­statt Ar­bei­ten an ei­nem de­fek­ten Na­vi­ga­ti­ons­ge­rät nach den Vor­ga­ben des Her­stel­lers durch, in­dem sie die emp­foh­le­nen Prü­fungs­schrit­te an­hand ei­ner spe­zi­el­len Prüf-CD durch­führt, so kann ihr kei­ne Pflicht­ver­let­zung an­ge­las­tet wer­den. So­lan­ge sich ein Ver­trags­händ­ler an die Vor­ga­ben ei­nes Her­stel­lers hält, müs­sen viel­mehr be­son­de­re Um­stän­de vor­lie­gen, um die An­nah­me ei­ner Pflicht­ver­let­zung zu be­grün­den. Das Nicht­be­nut­zen ei­ner Rei­ni­gungs-CD stellt kei­nen sol­chen Um­stand dar, wenn der Her­stel­ler die Über­prü­fung bzw. Re­pa­ra­tur sei­ner Ge­rä­te mi­hil­fe ei­ner Rei­ni­gungs-CD aus­drück­lich als nicht zu­läs­sig an­sieht.

AG Saar­brü­cken, Ur­teil vom 08.07.2008 – 37 C 108/08

Mehr le­sen »

Hin­weis­pflicht ei­ner Kfz-Werk­statt auf fäl­li­ge War­tungs­ar­bei­ten

  1. Der Kun­de ei­ner Kfz-Ver­trags­werk­statt darf er­war­ten, dass er auf fäl­li­ge oder un­mit­tel­bar be­vor­ste­hen­de War­tungs­ar­bei­ten (hier: Er­satz des Zahn­rie­mens) hin­ge­wie­sen wird. Ei­ne Kfz-Ver­trags­werk­statt muss ei­nen Kun­den auf ein vom Fahr­zeug­her­stel­ler emp­foh­le­nes Aus­wech­seln von Fahr­zeug­tei­len aber (noch) nicht hin­wei­sen, wenn das vom Her­stel­ler emp­foh­le­ne War­tungs­in­ter­vall zum Zeit­punkt der Re­pa­ra­tur des Fahr­zeugs noch nicht ab­ge­lau­fen ist und auch nicht in­ner­halb der nächs­ten drei Mo­na­te ab­läuft.
  2. Ei­ne Au­to­re­pa­ra­tur­werk­statt hat sich grund­sätz­lich dar­auf zu be­schrän­ken, die kon­kret in Auf­trag ge­ge­be­nen Ar­bei­ten aus­zu­füh­ren. Nur bei ganz un­be­stimm­ten Re­pa­ra­tur­auf­trä­gen (z. B. „Mo­tor läuft un­rund” oder „Öl­ver­lust”) hat sie al­le kon­kret mög­li­chen Ur­sa­chen für den Man­gel zu über­prü­fen. Wird je­doch bei Durch­füh­rung der Re­pa­ra­tur­ar­beit ein die Be­triebs­si­cher­heit des Fahr­zeugs be­ein­träch­ti­gen­der Man­gel er­kannt, so be­grün­det dies dem Kun­den ge­gen­über ei­ne Mit­tei­lungs­pflicht, da­mit der Kun­de über Maß­nah­men zur Be­sei­ti­gung des Man­gels ent­schei­den kann.

AG Bran­den­burg, Ur­teil vom 08.01.2007 – 31 C 59/06

Mehr le­sen »

Über­prü­fungs­pflicht ei­nes Kfz-Ver­trags­händ­lers mit Werk­statt bei Her­stel­ler­war­nung

In sei­ner Ei­gen­schaft als In­ha­ber ei­ner Ver­trags­werk­statt kann auch ein Kfz-Ver­trags­händ­ler, der ein mit ei­nem Her­stel­lungs­feh­ler be­haf­te­tes Fahr­zeug nicht aus­ge­lie­fert hat, auf­grund ei­nes War­tungs- oder Re­pa­ra­tur­ver­tra­ges mit dem Fahr­zeug­hal­ter ver­pflich­tet sein, von sich aus zu über­prü­fen, ob der Feh­ler schon be­sei­tigt wur­de oder nicht. Das setzt zwar bei dem Ver­trags­händ­ler das Wis­sen vor­aus, dass das ihm zur In­spek­ti­on oder Re­pa­ra­tur an­ver­trau­te Fahr­zeug je­den­falls ur­sprüng­lich den be­tref­fen­den Pro­dukt­feh­ler auf­ge­wie­sen hat. Die­se Kennt­nis muss aber je­den­falls dann in der Re­gel vor­aus­ge­setzt wer­den, wenn der Fahr­zeug­her­stel­ler den Händ­ler über den Feh­ler in­for­miert hat.

BGH, Ur­teil vom 18.05.2004 – X ZR 60/03

Mehr le­sen »