1. Ei­ne Klau­sel in den All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen ei­nes Kfz-Händ­lers, wo­nach der Käu­fer Scha­dens­er­satz in Hö­he von pau­schal 15 % des Kauf­prei­ses zu leis­ten hat, wenn er das ge­kauf­te Fahr­zeug un­be­rech­tigt nicht ab­nimmt, ist grund­sätz­lich wirk­sam. Dem Käu­fer darf al­ler­dings nicht der Nach­weis ab­ge­schnit­ten wer­den, dass kein oder nur ein ge­rin­ge­rer Scha­den ent­stan­den sei.
  2. Ei­nem Käu­fer, der die Er­fül­lung des Kauf­ver­tra­ges ernst­haft und end­gül­tig ver­wei­gert, muss der Ver­käu­fer kei­ne Frist zur Er­fül­lung des Ver­tra­ges set­zen, be­vor er Scha­dens­er­satz ver­langt oder vom Kauf­ver­trag zu­rück­tritt. Das gilt auch dann, wenn sich der Ver­käu­fer in sei­nen All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen selbst ei­ne Pflicht zur Frist­set­zung für den Fall auf­er­legt hat, dass der Käu­fer mit der Ab­nah­me der Kauf­sa­che oder der Er­fül­lung sei­ner Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen in Rück­stand ist.

BGH, Ur­teil vom 16.06.1982 – VI­II ZR 89/81

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