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Tag: Pay­Pal

Aus­wir­kun­gen des Pay­Pal-Käu­fer­schut­zes auf den Kauf­preis­an­spruch II

  1. Wird der Kauf­preis ver­ein­ba­rungs­ge­mäß un­ter Ver­wen­dung des On­line-Zah­lungs­diens­tes Pay­Pal ent­rich­tet, ist die ge­schul­de­te Leis­tung be­wirkt, wenn der vom Käu­fer ge­schul­de­te Be­trag dem Pay­Pal-Kon­to des Ver­käu­fers vor­be­halt­los gut­ge­schrie­ben wird, so­dass die­ser den Zahl­be­trag end­gül­tig zur frei­en Ver­fü­gung er­hält.
  2. Ei­ne – ge­ge­be­nen­falls still­schwei­gen­de – Wie­der­be­grün­dung ei­ner ge­tilg­ten For­de­rung kann bei ent­spre­chen­dem Wil­len der Par­tei­en, die frei dar­in sind, un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen das Wie­der­auf­le­ben der ur­sprüng­li­chen Schuld zu ver­ein­ba­ren, bei ei­nem nicht form­ge­bun­de­nen Ver­trag be­reits mit Ver­trags­ab­schluss und für den Fall ge­trof­fen wer­den, dass zu­künf­tig ei­ne Rück­ga­be oder Rück­bu­chung des be­reits ge­zahl­ten Schuld­be­trags er­folgt.
  3. Der Er­klä­rungs­ge­halt der mit Ab­schluss des Kauf­ver­trags als Ne­ben­ab­re­de ge­trof­fe­nen Ver­ein­ba­rung, zur Til­gung der Kauf­preis­schuld den Zah­lungs­dienst Pay­Pal zu ver­wen­den, rich­tet sich ne­ben den Aus­le­gungs­re­geln der §§ 133, 157 BGB grund­sätz­lich nach den Be­stim­mun­gen der von Pay­Pal ver­wen­de­ten All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen, un­ter an­de­rem der Pay­Pal-Käu­fer­schutz­richt­li­nie, de­nen die Kauf­ver­trags­par­tei­en vor der In­an­spruch­nah­me des Zah­lungs­diens­tes zu­ge­stimmt ha­ben (Fort­füh­rung von Se­nat, Urt. v. 24.08.2016 – VI­II ZR 100/15, BGHZ 211, 331 Rn. 19; Urt. v. 15.02.2017 – VI­II ZR 59/16, NJW 2017, 1660 Rn. 12; je­weils m. w. Nachw.).
  4. Wird der Kauf­preis ver­ein­ba­rungs­ge­mäß un­ter Ver­wen­dung des Zah­lungs­diens­tes Pay­Pal ent­rich­tet, ver­ein­ba­ren die Kauf­ver­trags­par­tei­en – bei Feh­len ge­gen­tei­li­ger An­halts­punk­te – zu­gleich still­schwei­gend, dass die ge­tilg­te Kauf­preis­for­de­rung wie­der­be­grün­det wird, wenn das Pay­Pal-Kon­to des Ver­käu­fers nach ei­nem er­folg­rei­chen An­trag des Käu­fers auf Käu­fer­schutz nach Maß­ga­be der Pay­Pal-Käu­fer­schutz­richt­li­nie rück­be­las­tet und der Kauf­preis dem Pay­Pal-Kon­to des Käu­fers wie­der gut­ge­schrie­ben wird.

BGH, Ur­teil vom 22.11.2017 – VI­II ZR 213/16

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Aus­wir­kun­gen des Pay­Pal-Käu­fer­schut­zes auf den Kauf­preis­an­spruch I

  1. Wird der Kauf­preis ver­ein­ba­rungs­ge­mäß un­ter Ver­wen­dung des On­line-Zah­lungs­diens­tes Pay­Pal ent­rich­tet, ist die ge­schul­de­te Leis­tung be­wirkt, wenn der vom Käu­fer ge­schul­de­te Be­trag dem Pay­Pal-Kon­to des Ver­käu­fers vor­be­halt­los gut­ge­schrie­ben wird, so­dass die­ser den Zahl­be­trag end­gül­tig zur frei­en Ver­fü­gung er­hält.
  2. Ei­ne – ge­ge­be­nen­falls still­schwei­gen­de – Wie­der­be­grün­dung ei­ner ge­tilg­ten For­de­rung kann bei ent­spre­chen­dem Wil­len der Par­tei­en, die frei dar­in sind, un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen das Wie­der­auf­le­ben der ur­sprüng­li­chen Schuld zu ver­ein­ba­ren, bei ei­nem nicht form­ge­bun­de­nen Ver­trag be­reits mit Ver­trags­ab­schluss und für den Fall ge­trof­fen wer­den, dass zu­künf­tig ei­ne Rück­ga­be oder Rück­bu­chung des be­reits ge­zahl­ten Schuld­be­trags er­folgt.
  3. Der Er­klä­rungs­ge­halt der mit Ab­schluss des Kauf­ver­trags als Ne­ben­ab­re­de ge­trof­fe­nen Ver­ein­ba­rung, zur Til­gung der Kauf­preis­schuld den Zah­lungs­dienst Pay­Pal zu ver­wen­den, rich­tet sich ne­ben den Aus­le­gungs­re­geln der §§ 133, 157 BGB grund­sätz­lich nach den Be­stim­mun­gen der von Pay­Pal ver­wen­de­ten All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen, un­ter an­de­rem der Pay­Pal-Käu­fer­schutz­richt­li­nie, de­nen die Kauf­ver­trags­par­tei­en vor der In­an­spruch­nah­me des Zah­lungs­diens­tes zu­ge­stimmt ha­ben (Fort­füh­rung von Se­nat, Urt. v. 24.08.2016 – VI­II ZR 100/15, BGHZ 211, 331 Rn. 19; Urt. v. 15.02.2017 – VI­II ZR 59/16, NJW 2017, 1660 Rn. 12; je­weils m. w. Nachw.).
  4. Wird der Kauf­preis ver­ein­ba­rungs­ge­mäß un­ter Ver­wen­dung des Zah­lungs­diens­tes Pay­Pal ent­rich­tet, ver­ein­ba­ren die Kauf­ver­trags­par­tei­en – bei Feh­len ge­gen­tei­li­ger An­halts­punk­te – zu­gleich still­schwei­gend, dass die ge­tilg­te Kauf­preis­for­de­rung wie­der­be­grün­det wird, wenn das Pay­Pal-Kon­to des Ver­käu­fers nach ei­nem er­folg­rei­chen An­trag des Käu­fers auf Käu­fer­schutz nach Maß­ga­be der Pay­Pal-Käu­fer­schutz­richt­li­nie rück­be­las­tet und der Kauf­preis dem Pay­Pal-Kon­to des Käu­fers wie­der gut­ge­schrie­ben wird.

BGH, Ur­teil vom 22.11.2017 – VI­II ZR 83/16

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