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Tag: Kfz-Be­stel­lung

An­ge­mes­se­ne Frist vor Rück­tritt vom Ge­braucht­wa­gen­kauf

  1. Der Käu­fer ei­nes Ge­braucht­wa­gens, der vom Kauf­ver­trag zu­rück­tre­ten möch­te, weil ihm der Ver­käu­fer das Fahr­zeug nicht recht­zei­tig über­ge­ben kann, muss dem Ver­käu­fer im Re­gel­fall ei­ne an­ge­mes­se­ne Frist zur Leis­tung set­zen. Die Frist muss in der Re­gel so be­mes­sen sein, dass es dem Ver­käu­fer mög­lich ist, die zur Er­fül­lung sei­ner Leis­tungs­pflicht er­for­der­li­chen Hand­lun­gen nach­zu­ho­len.
  2. Muss der Ver­käu­fer das Fahr­zeug vor Über­ga­be an den Käu­fer noch dem TÜV vor­füh­ren und ge­ring­fü­gig re­pa­rie­ren, muss ei­ne „an­ge­mes­se­ne Frist“ we­nigs­tens 48 Stun­den be­tra­gen.
  3. Ei­ne Frist­set­zung ist nicht schon des­halb ent­behr­lich, weil dem Käu­fer Un­an­nehm­lich­kei­ten und Kos­ten ent­stan­den sind, weil er sich be­reits mehr­fach zum Ver­käu­fer be­ge­ben hat, um das er­wor­be­ne Fahr­zeug ab­zu­ho­len.

OLG Karls­ru­he, Ur­teil vom 24.11.2011 – 9 U 83/11

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Kein Man­gel bei ty­pi­scher Vor­be­nut­zung ei­nes Ge­braucht­wa­gens

Ein Ge­braucht­wa­gen, der laut Vor­be­sit­zer we­der als Ta­xi noch als Fahr­schul- oder Miet­wa­gen ein­ge­setzt wur­de, ist je­den­falls dann nicht man­gel­haft, wenn er von wech­seln­den Fah­rern für Ein­satz­fahr­ten zur Be­treu­ung pfle­ge­be­dürf­ti­ger Per­so­nen ein­ge­setzt wur­de und sich die Nut­zung mit ei­ner Lauf­leis­tung von ca. 27.000 km in­ner­halb von 2,5 Jah­ren in ei­nem üb­li­chen Rah­men be­weg­te.

LG Kas­sel, Ur­teil vom 27.04.2010 – 7 O 2091/08

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Er­heb­li­cher Sach­man­gel bei Lie­fe­rung ei­nes Kfz in ei­ner an­de­ren als der be­stell­ten Far­be

  1. Die Lie­fe­rung ei­nes Kraft­fahr­zeugs in ei­ner an­de­ren als der be­stell­ten Far­be stellt im Re­gel­fall ei­nen er­heb­li­chen Sach­man­gel und ei­ne er­heb­li­che Pflicht­ver­let­zung des Ver­käu­fers dar. Dies gilt auch dann, wenn der Käu­fer ne­ben der im Kauf­ver­trag fest­ge­leg­ten zu­nächst auch ei­ne an­de­re Fahr­zeug­far­be in Be­tracht ge­zo­gen hat­te.
  2. Zur Fra­ge der Ver­wert­bar­keit der Aus­sa­ge ei­nes Zeu­gen über den In­halt ei­nes Te­le­fo­nats, das er oh­ne Ein­wil­li­gung des Ge­sprächs­part­ners mit­ge­hört hat (im An­schluss an BGH, Urt. v. 18.02.2003 – XI ZR 165/02, NJW 2003, 1727, und Urt. v. 12.01.2005 – XII ZR 227/03, BGHZ 162, 1).

BGH, Ur­teil vom 17.02.2010 – VI­II ZR 70/07

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Un­wirk­sam­keit ei­ner An­nah­me­frist von zehn Ta­gen in Ge­braucht­wa­gen-Be­stell­for­mu­lar

Ei­ne Klau­sel in ei­nem Be­stell­for­mu­lar für ei­nen Ge­braucht­wa­gen, wo­nach der Käu­fer an sei­ne Be­stel­lung zehn Ta­ge ge­bun­den ist, ver­stößt im Re­gel­fall – ins­be­son­de­re wenn das Fahr­zeug vor­rä­tig ist – ge­gen § 308 Nr. 1 BGB und ist des­halb un­wirk­sam.

AG Nort­heim, Ur­teil vom 12.02.2009 – 3 C 820/08

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Farb­ab­wei­chung als Sach­man­gel ei­nes Neu­fahr­zeugs

Ein Fahr­zeug ist sach­man­gel­haft, wenn es laut Kauf­ver­trag car­bon­schwarz sein soll, tat­säch­lich aber in ei­nem Schwarz­ton mit er­heb­li­cher Blau­stichigkeit la­ckiert ist.

LG Aa­chen, Ur­teil vom 26.04.2005 – 12 O 493/04
(nach­fol­gend: OLG Köln, Be­schluss vom 14.10.2005 – 20 U 88/05)

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Un­wirk­sa­me An­nah­me­frist von zehn Ta­gen in Ge­braucht­wa­gen-Be­stell­for­mu­lar

Ei­ne Klau­sel in ei­nem Be­stell­for­mu­lar für ei­nen Ge­braucht­wa­gen, wo­nach der Käu­fer an sei­ne Be­stel­lung zehn Ta­ge ge­bun­den ist, kann – ins­be­son­de­re wenn das Fahr­zeug vor­rä­tig ist und Bar­zah­lung ver­ein­bart wur­de – ge­gen § 308 Nr. 1 BGB ver­sto­ßen und da­mit un­wirk­sam sein.

LG Bre­men, Ur­teil vom 09.09.2003 – 1 O 565/03

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