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Probleme beim Autokauf?

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Ar­chiv: Fe­bru­ar 2011

Wi­der­le­gung der Ver­mu­tung des § 476 BGB durch den Kfz-Ver­käu­fer

Um die Ver­mu­tung des § 476 BGB zu wi­der­le­gen, muss der Kfz-Ver­käu­fer den vol­len Be­weis da­für füh­ren, dass der Man­gel (hier: ei­ne Be­schä­di­gung des Zahn­rie­mens) bei Über­ga­be des Fahr­zeugs an den Käu­fer noch nicht vor­ge­le­gen hat.

OLG Ko­blenz, Ur­teil vom 24.02.2011 – 2 U 261/10

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Un­wirk­sa­me Be­din­gun­gen ei­ner Ga­ran­tie für Ge­braucht­wa­gen

Die Be­din­gun­gen für ei­ne ge­gen Ent­gelt an­ge­bo­te­ne Ge­braucht­wa­gen­ga­ran­tie sind nicht klar und ver­ständ­lich und des­halb un­wirk­sam (§ 307 I BGB), wenn sie den Ein­druck er­we­cken, der Ga­ran­tie­ver­trag lau­fe drei Jah­re und vom Ga­ran­ti­en­eh­mer durch­zu­füh­ren­de In­spek­tio­nen sei­en oh­ne Ein­fluss auf die Ver­trags­lauf­zeit, wäh­rend die tat­säch­li­che Ver­trags­lauf­zeit zwölf Mo­na­te be­trägt und durch die vor­ge­se­he­nen In­spek­tio­nen ver­län­gert wer­den kann.

LG Bonn, Ur­teil vom 23.02.2011 – 5 S 255/10

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Rück­tritt trotz er­folg­lo­ser Re­pa­ra­tur­ver­su­che ei­nes Drit­ten

  1. Er­folg­lo­se Re­pa­ra­tur­ver­su­che durch ei­nen Drit­ten – die nicht zu­las­ten des Ver­käu­fers als ver­geb­li­che Nach­er­fül­lungs­ver­su­che ge­wer­tet wer­den dür­fen – schlie­ßen ei­nen Rück­tritt vom Kauf­ver­trag nicht aus. Sie kön­nen zwar die Klä­rung der Fra­ge, ob ein Man­gel be­reits bei Über­ga­be der Kauf­sa­che an den Käu­fer vor­lag, er­schwe­ren. Die­se Un­si­cher­heit be­las­tet in­des al­lein den Käu­fer, weil er be­wei­sen muss, dass der ge­rüg­te Man­gel von An­fang an vor­han­den war.
  2. Die an den Drit­ten ge­zahl­ten Re­pa­ra­tur­kos­ten muss der Ver­käu­fer dem Käu­fer selbst dann nicht er­stat­ten, wenn der Käu­fer die Re­pa­ra­tur in dem Glau­ben in Auf­trag ge­ge­ben hat, es han­de­le sich um Ver­schleiß­er­schei­nun­gen, für die der Ver­käu­fer nicht haf­te.

OLG Schles­wig, Ur­teil vom 22.02.2011 – 3 U 66/10

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Ernst­haf­te und end­gül­ti­ge Ver­wei­ge­rung ei­ner Nach­er­fül­lung

Ei­ne ernst­haf­te Ver­wei­ge­rung der Nach­er­fül­lung i. S. des § 323 II Nr. 1 BGB kann schon dann ge­ge­ben sein, wenn der Ver­käu­fer das Vor­lie­gen ei­nes Man­gels bei ei­ner Über­prü­fung der Kauf­sa­che nach­hal­tig leug­net. Auch das Pro­zess­ver­hal­ten des Ver­käu­fers ist in die recht­li­che Prü­fung ein­zu­be­zie­hen; doch wird man in ei­nem blo­ßen Be­strei­ten des Man­gels im Re­gel­fall noch kei­ne end­gül­ti­ge und ernst­haf­te Ab­leh­nung der Nach­er­fül­lung er­bli­cken kön­nen. Dies gilt je­den­falls dann, wenn der Ver­käu­fer zu­gleich rügt, ihm sei kei­ne Mög­lich­keit zur Nach­bes­se­rung ge­ge­ben wor­den.

OLG Saar­brü­cken, Ur­teil vom 22.02.2011 – 4 U 557/09-160

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Rück­tritt vom Kauf­ver­trag un­ter Be­ru­fung auf Selbst­be­lie­fe­rungs­vor­be­halt

  1. Ei­ne Klau­sel in den All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen ei­nes Kfz-Händ­lers, wo­nach der Händ­ler von sei­ner Leis­tungs­pflicht frei wird und von ei­nem Kauf­ver­trag zu­rück­tre­ten darf, wenn er selbst nicht be­lie­fert wird, ob­wohl er „bei zu­ver­läs­si­gen Lie­fe­ran­ten de­ckungs­glei­che Be­stel­lun­gen auf­ge­ge­ben“ hat (Selbst­be­lie­fe­rungs­vor­be­halt), ist grund­sätz­lich wirk­sam.
  2. Ein Selbst­be­lie­fe­rungs­vor­be­halt soll den Ver­käu­fer im We­sent­li­chen nur vor der Haf­tung für un­ver­schul­de­te Un­mög­lich­keit bei Gat­tungs­wa­re schüt­zen. Der Vor­be­halt ist des­halb so zu ver­ste­hen, dass er nur dann zur Be­frei­ung des Ver­käu­fers von der Lie­fer­pflicht führt, wenn der Ver­käu­fer ein kon­gru­en­tes De­ckungs­ge­schäft mit sei­nem Vor­lie­fe­ran­ten ge­schlos­sen hat. Er ist auf zu­künf­ti­ge, noch ganz un­ge­wis­se Ge­fah­ren un­ter Aus­schluss der re­gel­mä­ßi­gen und vor­her­seh­ba­ren Er­eig­nis­se be­schränkt und be­freit nur von ei­ner Haf­tung, wenn sich der Ver­käu­fer die Wa­re trotz zu­mut­ba­rer An­stren­gun­gen nicht zu be­sor­gen ver­mag.

OLG Stutt­gart, Ur­teil vom 16.02.2011 – 3 U 136/10

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Kein Rück­tritts­recht bei Kraft­stoff­mehr­ver­brauch von we­ni­ger als 10 %

  1. Weicht der tat­säch­li­che Kraft­stoff­ver­brauch ei­nes Neu­wa­gens um we­ni­ger als 10 % zum Nach­teil des Käu­fers von den Her­stel­ler­an­ga­ben ab, be­rech­tigt die­ser Man­gel den Käu­fer nicht zum Rück­tritt vom Kauf­ver­trag (im An­schluss an BGH, Beschl. v. 08.05.2007 – VI­II ZR 19/05).
  2. Es ist un­be­denk­lich, wenn der Kfz-Her­stel­ler bei der Er­mitt­lung der Ver­brauchs­wer­te von ei­nem Fahr­zeug mit Stan­dard­aus­stat­tung aus­geht, statt den Ver­brauch in­di­vi­du­ell für die ei­ne oder an­de­re Zu­satz­aus­stat­tung zu er­mit­teln. Dies gilt um­so mehr, wenn der Her­stel­ler im Ver­kaufs­pro­spekt dar­auf hin­weist, dass ei­ne Son­der­aus­stat­tung ei­nen hö­he­ren Ver­bauch zur Fol­ge ha­ben kann.

LG Kas­sel, Ur­teil vom 04.02.2011 – 9 O 1559/09

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