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Tag: Un­ter­su­chungs­recht

Recht des Kfz-Ver­käu­fers zur Un­ter­su­chung des man­gel­haf­ten Fahr­zeugs

  1. Der Rück­tritt von ei­nem Kfz-Kauf­ver­trag kann un­wirk­sam sein, wenn der Käu­fer dem Ver­käu­fer nicht die Ge­le­gen­heit ge­ge­ben hat, das Fahr­zeug zur Über­prü­fung er­ho­be­ner Män­gel­rü­gen an sei­nem Be­triebs­sitz zu un­ter­su­chen. Glei­ches gilt, wenn der Käu­fer ei­ne Un­ter­su­chung des Fahr­zeugs durch den Ver­käu­fer un­zu­läs­sig von der Be­din­gung ab­hän­gig macht, dass der Ver­käu­fer in je­dem Fall – al­so auch bei ei­ner un­be­rech­tig­ten Män­gel­rü­ge – die Kos­ten für den Trans­port des Fahr­zeugs trägt.
  2. Von der Ob­lie­gen­heit, dem Ver­käu­fer Ge­le­gen­heit zu ei­ner Un­ter­su­chung des an­geb­lich man­gel­haf­ten Fahr­zeugs zu ge­ben, ist der Klä­ger un­ter an­de­rem be­freit, wenn be­son­de­re Um­stän­de i. S. des § 323 II Nr. 3 BGB vor­lie­gen, die ei­nen so­for­ti­gen Rück­tritt vom Kauf­ver­trag recht­fer­ti­gen.
  3. Der Käu­fer, der ge­hal­ten ist, sein Fahr­zeug dem Ver­käu­fer an des­sen Be­triebs­sitz zur Ver­fü­gung zu stel­len, da­mit der Ver­käu­fer er­ho­be­ne Män­gel­rü­gen auf ih­re Be­rech­ti­gung prü­fen kann, darf ei­nen Vor­schuss auf die Trans­port­kos­ten ver­lan­gen, über den spä­ter ab­zu­rech­nen ist.

LG Hei­del­berg, Ur­teil vom 05.02.2015 – 2 O 75/14

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Recht des Ver­käu­fers zur Un­ter­su­chung der man­gel­haf­ten Kauf­sa­che

Die Ob­lie­gen­heit des Käu­fers, dem Ver­käu­fer Ge­le­gen­heit zur Nach­er­fül­lung zu ge­ben, be­schränkt sich nicht auf ei­ne münd­li­che oder schrift­li­che Auf­for­de­rung zur Nach­er­fül­lung, son­dern um­fasst auch die Be­reit­schaft des Käu­fers, dem Ver­käu­fer die Kauf­sa­che zur Über­prü­fung der er­ho­be­nen Män­gel­rü­gen zur Ver­fü­gung zu stel­len (im An­schluss an Se­nat, Urt. v. 23.02.2005 – VI­II ZR 100/04, BGHZ 162, 219 ff. und Urt. v. 21.12.2005 – VI­II ZR 49/05, NJW 2006, 1195).

BGH, Ur­teil vom 10.03.2010 – VI­II ZR 310/08

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